Waidmänner ehren ihren Patron

Die beiden Geistlichen Anja Matthalm und Georg Rabeneck mit der Kreisvorsitzenden Lore Kaiser (links). Für Musik bei der Hubertusfeier sorgten unter anderem die Veeh-Harfengruppe (Vordergrund) und die Bläsergruppe des Kreisverbands. Bild: fm

Kirchliche Feiern können nicht nur in Gotteshäusern gehalten werden. Ein gutes Beispiel dafür gab es mit der ökumenischen Hubertusfeier des Kreisjagdverbands Sulzbach-Rosenberg im Stadel von Hans Stiegler.

Statt Heiligenstatuen und -bildern schauten von den Wänden Hirschgeweihe und Rehgehörne sowie präparierte Vögel auf die große Jägerschar herab. Vor dem provisorischen Altar auf einem alten Leiterwagen stand die Geistlichkeit mit Pfarrerin Anja Matthalm und Georg Rabeneck, vereint in Gebeten und Fürbitten.

Andächtige Musik

Das Begrüßungsstück der Jagdhornbläser unter Heiner Windisch leitete dazu über, sie erfreuten im weiteren Verlauf mit den getragenen Klängen. Ebenso passende musikalische Beiträge kamen vom Veeh-Harfen-Sextett Illschwang mit Helmut Kellner, das mit zarten Tönen das gemeinsam gesungene "Lobe den Herren" begleitete und auch mit andächtigen Zwischenspielen kirchliche Stimmung schufen. Pfarrerin Matthalm sprach ein Dankgebet für die Schöpfung als Geschenk Gottes, das mit Verantwortung zu bewahren sei. Aus dem Buch Mose rief sie die ersten drei Gebote in Erinnerung. Das Evangelium handelte vom Tod Jesu am Kreuz. Georg Rabeneck schilderte in seiner Ansprache die Berufung von Hubertus zum Glauben durch das Wunder des Kreuzes auf dem Haupt eines Hirschen. Er wurde zum Einsiedler und durch sein gottesfürchtiges Leben ein Vorbild im Glauben. Die Jäger haben ihn deshalb als ihren Patron ausersehen, den sie verehren.

Den Fürbitten für Menschen, Tiere und Natur folgte der Segen und das "Großer Gott". Mit dem Hubertusmarsch der Bläsergruppe wurde die besinnliche Feier beschlossen.

Kreisvorsitzende Lore Kaiser dankte allen Mitwirkenden für die traditionelle Feier und lud ihre Waidmannskollegen zum gemütlichen Beisammensein mit kräftiger Stärkung und Erlebnisaustausch über das vergangene Jagdjahr ein. Dank galt natürlich auch dem Hausherrn Hans Stiegler mit Familie für den passenden Rahmen zur Feier und der Versorgung. Neukirchens Bürgermeister Winfried Franz war von dem feierlichen Hubertusgedenken stark beeindruckt und lobte die damit geschaffene Würdigung von Natur und Mensch.
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