Wallensteinstraße aufwerten

Das schwere Gerät für den Kanalbau hat Gehwegen und Teerdecke der Wallensteinstraße schwer zugesetzt. Eine Sanierung ist dringend nötig, machte Baudezernent Hansjörg Bohm (Fünfter von rechts) klar. CSU-Ortsvorsitzender Nikola Vranjes (Neunter von rechts) hatte zu der Ortsbegehung eingeladen, die viele Anwohner der Wallensteinstraße gerne wahrnahmen. Bild: rdo

Nach der Instandsetzung des Kanals blieb von der Wallensteinstraße nicht viel übrig. Der Einsatz von schwerem Gerät hat starke Schäden an Teerdecke und Gehwegen hinterlassen. Baudezernent Hansjörg Bohm erkennt dringenden Handlungsbedarf.

Weiden. (rdo) Das machte er bei einer Ortsbegehung deutlich, zu der Nikola Vranjes, Ortsvorsitzender der CSU-Stockerhut, eingeladen hatte. Zahlreiche Anwohner waren der Einladung gefolgt, weil sie größtenteils die Kosten für die Sanierung tragen müssen. "Die Klassifizierung der Wallensteinstraße muss geprüft werden, da sie sehr viel übergeordneten Verkehr aufnimmt", erklärte Bohm außerdem. Laut Tiefbauamt würden für die Straßensanierung Ausgaben von weit über einer halben Million Euro anfallen, abzüglich der Kostenverrechnung mit den Kanalarbeiten der Stadtwerke.

Die Anlieger sind nicht generell gegen den Ausbau. Sie fordern aber eine gerechte Klassifizierung. Ihre Begründung: Die Wallensteinstraße setzt in Linie die Straße Am Alten Dorf fort, befördert damit den Verkehr vom Lerchenfeld her und muss somit als Verbindungsstraße gelten. Baudezernent Bohm vermutete aufgrund des Straßenzustandes außerdem, dass - vor allem durch Berufsschüler - mehr Park- und Verkehrsdruck herrsche als angenommen. Auch dies sei zu berücksichtigen.

Warum im nördlichen Teil ab der Fehrstraße die 40-jährige Wasserleitung nicht ebenso erneuert werde wie im älteren südlichen Teil, wollte ein Anwohner wissen. So müsse die Straße womöglich bald wieder aufgerissen werden. Bohm verwies hier auf die Zuständigkeit der Stadtwerke. CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch will der Frage nachgehen.

"An Schultagen ist die Straße dicht", klagte eine Anwohnerin. "Wir werden vollkommen zugeparkt von Berufsschülern". Die Berufsschule wachse stetig, aber dem benötigten Parkraum wurde nie Rechnung getragen - auf Kosten der Wohnqualität. Stadträtin Stefanie Sperrer verwies auf einen CSU-Antrag zur Schaffung neuer Parkplätze, den der Stadtrat vor fünf Jahren ablehnte. Was die Kosten für die Anlieger betrifft, verwies Pausch auf eine Bürgerversammlung, die vom Bauamt noch vor Ausschreibung der Sanierung abgehalten werde. Der Zeitpunkt sei noch offen.

Der Elternbeiratsvorsitzende des Kindergarten Kreuz Christi, Ronny Kühnel, wies an der Kreuzung Königsbergerstraße/Stockerhutweg auf die Gefahren für die Kleinkinder durch den Parkplatzsuchverkehr hin. "Viele halten sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit. Außerdem wäre es sinnvoll, die Straße zu entschleunigen." Baudezernent Bohm sieht hierfür gute Chancen.

Freude über Durchstich

Besonders erfreut zeigten sich die Bewohner des Stadtteils über den geplanten Wittgarten-Durchstich, durch den der Stadtteil direkt an die Innenstadt angebunden wird.
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