Wallfahrt der Firmlinge nach Ermhof zu St. Martin
So wie Wunibald

"Ich bin dann mal unterwegs!", lautet das Motto der Firmvorbereitung in der Pfarrei Heldmannsberg/Pommelsbrunn, die mit einer kleinen Wallfahrt anfing. Zu Fuß pilgerten die Firmbewerber von Oed aus über Ernhüll und Erkelsdorf nach Ermhof zu den Ausgrabungen der mittelalterlichen Martinskirche.

Ins 8. Jahrhundert

Die Anfänge dieser Kirche gehen bis in das 8. Jahrhundert - und damit an den Anfang der Geschichte der Diözese Eichstätt - zurück. Es liegt sogar nahe, dass der heilige Wunibald, der Bruder des Bistumsgründers und ersten Bischofs der Diözese Eichstätt, diese Kapelle mit erbaut hat. Holzpfähle, die man bei Ausgrabungen dort gefunden hat, und uralte Gräber deuten darauf hin, dass der erste Kirchenbau eine Holzkirche war, um den bereits ein Friedhof gelegen ist.

"Wunibald war wohl hier auch viel unterwegs, so wie viele Pilger, die im Mittelalter über die Goldene Straße auf dem Jakobsweg gepilgert sind", sagte Pfarrer Roland Klein in seiner kurzen Predigt. "Und jetzt reihen wir uns ein in die große Zahl der Pilger, die hier in dieser Kirche gebetet haben".

Bei herrlichem Sonnenschein feierten die Firmbewerber an der Ausgrabungsstätte einen Freiluft-Gottesdienst, den Bernhard Wolf musikalisch gestaltete. Zuvor schon wurde bei der St.-Margarethen-Kirche in Ernhüll der Menschen gedacht, die derzeit als Flüchtlinge unterwegs sind und eine neue Heimat suchen. Anhand einer Kurzgeschichte verdeutlichte Gemeindereferentin Stefanie-Seufert Wolf, dass das Teilen nicht nur zur Zeit des heiligen Martin wichtig war, sondern angesichts der vielen Notsituationen - auch vor Ort - noch heute ganz wesentlich zu den Eigenschaften eines Christen dazugehöre. Aus diesem Grund sind Praktika in der Pfarrgemeinde und auch ein Sozialpraktikum im Altenheim notwendiger Bestandteil der Firmvorbereitung.
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