Warten auf einen Patzer

Die Überraschungen in der Fußball-Bayernliga häufen sich. Forchheim, lange Zeit Tabellenführer, kann offensichtlich nicht mehr gewinnen. Und die abstiegsgefährdete DJK Ammerthal landete einen Coup. Gegen den nächsten Gegner stehen die Chancen auf einen Dreier gut.

Seit fünf Wochen behauptet die SpVgg SV Weiden die Tabellenführung. Eine respektable Leistung. Die Chancen stehen gut, dass die Schwarz-Blauen auch nach dem 21. Spieltag als Klassenprimus voranschreiten.

In das Heimspiel gegen den SC Eltersdorf geht die Mannschaft von Christian Stadler - alleine schon aufgrund der Tabellensituation - als klarer Favorit. Die Weidener haben zwar das letzte Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg II mit 1:4 in den Sand gesetzt. Einen psychologischen Knacks hat das Negativerlebnis ihnen jedoch nicht versetzt. Mit 6:0 fertigte man zuletzt Schlusslicht SV Memmelsdorf ab, womit der Ausrutscher vor zwei Wochen wieder wettgemacht ist. Im Vorbeigehen ist Eltersdorf jedoch nicht zu schlagen: Im Hinspiel musste die SpVgg SV mit 0:1 eine ihrer insgesamt drei Auswärtsniederlagen hinnehmen.

Im Verfolgerpulk warten vier, fünf Mannschaften brennend auf einen Patzer des Spitzenreiters. Allerdings hat der aktuell ärgste Weidener Konkurrent selbst eine brenzlige Aufgabe zu lösen: Der SV Viktoria Aschaffenburg muss sich mit der SpVgg Bayern Hof auseinandersetzen. Wollen die Gäste um Trainer Faruk Maloku ihre hauchdünne Chance auf einen Spitzenplatz wahren, dann muss ein Sieg her.

Eine harte Nuss zu knacken hat auch der mit drei Spielen im Rückstand befindliche TSV Großbardorf. Gegner ist der SSV Jahn II, der auswärts bereits fünf Mal die volle Punktzahl errungen hat.

Seit fünf Spielen ist Ex-Spitzenreiter SpVgg Jahn Forchheim mittlerweile ohne Sieg. Im Heimspiel gegen den Drittletzten TSV Neudrossenfeld könnte diese Serie zu Ende gehen.

Nicht wenige hatten den FC Amberg nach einem schwachen Saisonstart schon fast abgeschrieben für den Titelkampf. Mit fünf Siegen in Folge haben sich die Amberger aber zurückgemeldet und liegen nur noch drei Zähler hinter dem Lokalrivalen Weiden. Das Team von Trainer Timo Rost sollte beim SV Erlenbach keine Probleme bekommen. Aber auch hier lohnt der Blick zurück: In der Vorrunde reichte es für den FCA nur zu einem 1:1 gegen die kampfstarken Erlenbacher.

Was vor Wochenfrist noch undenkbar war, könnte nun eintreten: Die DJK Ammerthal hat nach dem Überraschungscoup in Regensburg plötzlich die Chance, noch vor der Winterpause den Kontakt zum hinteren Tabellenmittelfeld herzustellen. Voraussetzung dazu ist jedoch ein Heimdreier gegen die abgeschlagenen Memmelsdorfer.
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