Was die Behörden sagen

Wolfgang Wendl von der Stadtverwaltung Amberg sagt, es gebe im Postauslauf weder Reklamationen noch bedeutende Verspätungen bei Terminsachen. "Aber im Posteinlauf schwankt es", erklärt Wendl. "Man merkt, es zieht sich." Der Streik sei jedoch in aller Munde, man sei also vorbereitet und bringe die Sendungen eher zur Post, man sende Faxe und Expressbriefe. Wendl betont, als Einzelner sei man beim Poststreik machtlos und dadurch in manchen Fällen auch nachsichtig gegenüber anderen.

Jürgen Bauer vom Finanzamt Amberg sieht den Geschäftsgang der Behörde durch den Poststreik nicht beeinträchtigt. "Bis jetzt ist alles relativ unproblematisch", findet auch Walter Pilhofer vom Amberger Amtsgericht. Im Notfall schicke man auch Faxe. Nur die Postzustellurkunden, die über Regensburg abgewickelt werden und bestimmte Fristen einleiten, brauchen derzeit etwas länger als üblich. Pilhofer betont, Fristen müssten weiterhin eingehalten werden. Dafür hat der Einzelne zu sorgen.

Auch in Krankenhäusern hat man sonst viel Briefverkehr. Die Situation in Amberg ist allerdings laut Manfred Wendl, dem Vorstanddes KlinikumsSt. Marien,entspannt: "Bei den Rechnungen an die gesetzlichen Krankenkassen ist der Streik kein Problem, da alles auf elektronischem Weg abgewickelt wird." Bei Privatrechnungen, die über die Post verschickt werden, komme es zu Verzögerungen. Die seien aber noch tolerierbar. Probleme werde es wohl geben, wenn nach dem Arbeitskampf alle Rechnungen auf einmal ankommen. (sbi/okt)
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