Was die Firmen sagen

Postsendungen gehören für viele Firmen zum Alltag. Doch die kommen momentan nicht immer rechtzeitig an. Bei Leuten, die bei der Ensdorfer Firma "Wondrak Industrie Beratung" (WIB) etwas bestellen, schon seit zwei Wochen nicht. "Wir versuchen unsere Kunden dann telefonisch oder per E-Mail zu erreichen", lautet die Auskunft aus dem Sekretariat.

Um weiterhin ausliefern zu können, ist die WIB auf alternative Paketdienste umgestiegen, nämlich Direct Parcel Distribution (DPD) und "Transport Logistik Agentur" (TLA). Rechnungen bekommt das Unternehmen zwar nicht mehr, "aber auch Mahnungen bleiben ja aus. Die Auswirkungen werden wir erst später spüren, wenn die Post wieder ausliefert", heißt es bei dem Unternehmen.

Beim Ensdorfer Schotterwerk Pongratz ist es ähnlich. Seit zwei Wochen keine Schreiben mehr, also auch keine Rechnungen von den Zulieferern. Anders als die WIB verschickt das Unternehmen Warensendungen ohnehin meistens mit einer Alternative zum gelben Konzern, nämlich dem United Parcel Service (UPS). "Kundendaten werden sowieso gerade auf E-Mail-Versand umgestellt, das kommt jetzt richtig gut zusammen", sagt Ulrike Pongratz.

"Der Poststreik bereitet uns keine größeren Schwierigkeiten", sagen übereinstimmend Norbert Zakwieja (Deprag), Ralf Hoppe (Grammer) und Dr. Wolfram Strack (Siemens). Man schreibe schließlich auch viele E-Mails und nutze andere Kurierdienste. Notfalls werden Zustellungen auch selbst abgeholt. (sbi/okt)
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