Wasserball-Offensive macht Sorgen

Die Weidener Wasserballer müssen womöglich längerfristig auf ihren Center Jakob Ströll (Bild) verzichten. Dieswürde die taktische Ausrichtung vor allem in der Offensive über den Haufen werfen. Bild: A. Schwarzmeier

Beim SV Weiden ist noch Sand im Getriebe. Die Bundesliga-Wasserballer gewannen beim Turnier in Plauen zwar zwei Spiele und wurden Zweiter. Die Offensive bereitet Trainer Gerhard Wodarz aber Sorgen.

Im vergangenen Jahr hatten die Weidener Wasserballer das Turnier um den Ehrenpreis des Oberbürgermeisters der Stadt Plauen noch gewonnen. Diesmal reichte es zu Platz zwei. Nach der klaren Auftaktniederlage gegen die Gastgeber SSV Plauen (6:12) folgten Siege gegen den polnischen Meister LSTW Lodz (16:11) und den DWL-A-Gruppenvertreter SG Neukölln Berlin (10:6).

Die Begegnung gegen den SVV Plauen am Freitagabend war die erste seit über fünf Monaten für die verjüngte Weidener Mannschaft. Die Spieler wirkten ein bisschen verloren, wenn Plauen ein schnelles Umkehrspiel aufzog. Die Nordoberpfälzer brauchten zu viel Zeit, um die Abläufe wieder zu ordnen und die Abstimmung zu finden. Am Ende machte sich zwar die gute konditionelle Verfassung der Wodarz-Schützlinge bemerkbar, doch die Vogtländer hielten das Ergebnis aufgrund ihres ausgeglichen besetzten Kaders.

Gegen Lodz lief es bereits um einiges besser. Die Polen agierten teilweise übertrieben hart, doch es blieb im freundschaftlichen Rahmen. Was wichtig war: Die SV-ler ließen sich nicht verunsichern und kontrollierten die Partie bis zum Schluss. Eine Steigerung gegenüber dem Freitag-Spiel war unverkennbar. Mit dem 16:11-Erfolg konnte Weiden zufrieden sein. Man war froh, ohne Verletzungen die Partie beendet zu haben.

Sieg zu niedrig

Das letzte Spiel gegen den Bundesliga-Achten der letzten Saison, SG Neukölln Berlin, brachte weitere Verbesserungen. Die Abläufe passten nun besser, nur im Abschluss ließ man zu viele Chancen liegen. Der 10:6-Sieg hätte deutlich höher ausfallen können. Es überzeugten vor allem die Jungtalente mit Torwart Matthias Kreiner und dem im Feld auffällig aktiven Nikolaj Neumann.

Die Weidener müssen aber unbedingt an der Effektivität vor dem gegnerischen Tor arbeiten. Trainer Wodarz macht sich vor allem Gedanken zur Center-Position. Jakob Ströll ist noch nicht unschlüssig, was er nach seinem Abitur unternimmt. Es könnte sein, dass er schon bald Deutschland für einige Zeit verlässt. "Wir sind ganz gut in der Abwehr aufgestellt, uns fehlen aber die Alternativen auf der Centerposition, wenn Jakob weg ist. Wir müssen dann unser Spiel anders gestalten", meint Wodarz.

Am Samstag, 18. Oktober, um 18 Uhr stellen sich die Weidener Wasserballer erstmals dem Heimpublikum vor. In der zweiten Runde des deutschen Wasserballpokals gastiert um 18 Uhr der favorisierte SV Krefeld.

Ergebnisse: SVV Plauen - SV Weiden 12:6, SG Neukölln - LSTW (Lodz) 14:6, SV Weiden - LSTW (Lodz) 16:11, SG Neukölln - SVV Plauen 11:17, LSTW (Lodz) - SVV Plauen 4:14, SG Neukölln - SV Weiden 6:10. Endstand: 1. SVV Plauen, 2. SV Weiden, 3. SG Neukölln, 4. LSTW Lodz
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