Weg aus der Verzweiflung und Chance für Adoption
"Vertrauliche Geburt"

Seit Mai 2014 ist per Gesetz die "vertrauliche Geburt" möglich. Die Mütter, die sich trotz des großen Hilfsangebotes dazu entscheiden, ihr Baby zur Adoption freizugeben, können bei der Geburt im Klinikum anonym bleiben. Um das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft zu sichern, muss die Schwangere in der Beratungsstelle ihre Daten in einem verschlossenen Umschlag hinterlegen, der mindestens 16 Jahre unter Verschluss bleibt.

Bei der Beratung der meist verzweifelten Schwangeren ist viel Fingerspitzengefühl nötig. Dipl.-Sozialpädagogin Pia Winter hat sich zur Durchführung des Verfahrens speziell qualifiziert und ist Ansprechpartnerin in der Beratungsstelle.

Die Schwangerschaftsberatungsstellen nehmen bei der "vertraulichen Geburt" eine Schlüsselrolle bei Beratung, Organisation und Steuerung des geregelten Verfahrens ein. Zunächst informiert Winter über die vielen Unterstützungsmöglichkeiten mit dem Ziel, gemeinsam mit der Frau andere Lösungen als die anonyme Abgabe des Kindes zu finden. Kann sie sich nicht für eine Aufgabe ihrer Anonymität entscheiden, wird sie in einer zweiten Stufe zur vertraulichen Geburt beraten.
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