Wegebau-Konzept

Neben der Parksituation beschäftigte auch ein weiteres Straßenbau-Thema die Stadträte. So sollte ein Beschluss gefasst werden über den Ausbau des ländlichen Kernwegenetzes im Gebiet der AOVE.

Hierzu stellt das Amt für ländliche Entwicklung Förderungen im Umfang von 770 000 Euro zur Verfügung. Grundvoraussetzung dafür ist, dass die auszubauenden Wege mindestens zwei Ortschaften miteinander verbinden und auf eine durchgängige Fahrbahnbreite von 3,50 Meter asphaltiert sowie mit einem Seitengraben ausgestattet werden.

Grunderwerb ist von den Förderungen nicht abgedeckt, sondern muss durch die Stadt selbst geleistet werden, ebenso wie mindestens 15 Prozent der förderfähigen Kosten. Die AOVE hat mittlerweile ein Konzept vorgelegt, welche Wege in dieses Programm aufgenommen werden sollten, von denen fünf im Hirschauer Gemeindegebiet liegen.

Nun stand die Beschlussfassung über den ersten dieser Wege an, die Verbindung von der Kreisstraße AS 29 zur Kreisstraße AS 19 über das Langlaufzentrum am Rotbühl, deren westlicher Teil auf Hirschauer Gebiet liegt. Die Maßnahme wird aus dem Verfahren ausgenommen, da hier kein Grunderwerb notwendig ist, sie könnte bereits 2016 starten. Günther Schuster (FW) zeigte sich von den Ausbaumaßnahmen im Allgemeinen wenig angetan: "Da werden schon wieder neue Flächen versiegelt. Reichen denn nicht vernünftige Schotterstraßen oder bei den schon asphaltierten ein neuer Belag?"

Während die meisten anderen Stadträte sich im Bezug auf die Strecke beim Rotbühlsender durchaus für einen Ausbau erwärmen konnten, waren sie im Hinblick auf die anderen Wege eher skeptisch. Sie erwägten, nur diese eine Maßnahme über den Rotbühl in Angriff zu nehmen und die restlichen Wege aus dem Konzept so zu belassen wie sie sind. Bürgermeister Hermann Falk war sich allerdings nicht sicher, ob damit nicht die gesamte Förderung inklusive der ersten Maßnahme gestorben wäre, da eventuell Gelder nur gewährt werden, wenn das Gesamtkonzept umgesetzt werde.

Man fasste daher mit zwei Gegenstimmen von der Fraktion der Freien Wähler den Beschluss dem Ausbau von AS 29 zu AS 19 auf jeden Fall zuzustimmen und sich bezüglich der weiteren Maßnahmen nochmals genau zu erkundigen. (waj)
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