Wegweisend in Sachen Energieeffizienz: Verband Wohneigentum eröffnet neue Landes- und ...
Eigene vier Wände als großer Wurf

"Die eigenen vier Wände machen den Menschen frei." Hans Rauch, Präsident des Bundesverbandes Wohneigentum, betonte den Wert des Eigenheims. Ein solches besitzt jetzt auch der Bezirks- und der Landesverband. "Dieses Haus ist ein großer Wurf hinsichtlich der Energieeffizienz", lobte Rauch bei der offiziellen Eröffnung. "Es trägt die Handschrift von Bezirksvorsitzendem Christian Benoist, der sich schon immer für den Umweltschutz stark machte."

Nach den Worten des Verbandspräsidenten geht ein 55 Jahre lang gehegter Wunsch in Erfüllung. Das Gebäude in der Max-Planck-Straße dient dem starken Bezirksverband (über 30 000 Mitglieder) und dem Landesverband (85 000 Mitglieder) als Geschäftsstelle. Der Weidener Sprecher und Büroleiter, Stefan Zrenner, hieß am Samstagvormittag die Gäste aus Politik, von Verband und beteiligten Baufirmen sowie die Nachbarn willkommen. Als Beweggründe für den Neubau nannte Benoist die veränderten Pläne des vormaligen Vermieters in der Bahnhofstraße. Mangels geeigneten Mietraumes mit Parkplätzen in der Innenstadt sei die Entscheidung für den Neubau im Industriegebiet Westlich der Neustädter Straße gefallen. Wie jeder Bauherr habe sich der Verband nach der Decke strecken müssen, aber das Resultat habe sich gelohnt und stehe dem mitgliederstärksten Landesverband auch zu. Der Bezirkschef dankte allen Beteiligten, ausdrücklich auch der Stadt Weiden und dem Personal.

Die Standortentscheidung für die Stadt Weiden als Landes- und Bezirkszentrale begrüßte OB Kurt Seggewiß natürlich. Es sei eine wichtige Aufgabe, in Deutschland das Wohneigentum zu fördern, denn die Quote an Eigenheimbesitzern hinke dem EU-Durchschnitt hinterher. Bezüglich der Energieeffizienz und Logistik stellte Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher die Frage, ob es sich hier "um ein Elektrizitätswerk oder um eine Geschäftsstelle" handle. Auf festem Weidener Grund sei das Gebäude gebaut - wie im Gleichnis der Glaube auf festem Fels, meinten die Geistlichen Pfarrer Dominic Naujoks und Dekan Johannes Lukas. Sie erteilten dem Gebäude den Segen.

Ein "Tag der offenen Tür" folgt am Samstag, 11. Oktober, von 10 bis 17 Uhr für alle Interessierten - auch für Nichtmitglieder und Energiespar-Fans. Denn die Geschäftsstelle erzeugt mehr Energie, als sie verbraucht, wie Baubiologe Reiner Bäumler erklärte. Im Obergeschoss befindet sich eine Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung. Auf dem Dach ist eine Photovoltaik-in Betrieb, unter dem Parkplatz ein Erdkollektor verlegt, der die Energie für die Wärmepumpe liefert und die Fußbodenheizung bedient.
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