Weiden.
Diözese zahlt sogar die Hälfte

(wd) Jede Kaserne bietet mehr Privatsphäre als dieser Pfarrhof. In die Nasszelle oder zur Toilette müssen Kapläne, Praktikanten und Gäste "über den Flur". Zumindest eine kleine Wohneinheit für den Kaplan soll bei der Sanierung des Pfarrhofes von St. Josef geschaffen werden. Sparen ist angesagt: Der Kaplan erhält in seiner Nasszelle nur bei Dusche, Becken und WC einen Fliesenspiegel, der aber nicht höher als zwei Meter sein darf. Die Teeküche ist weiterhin "für alle".

Auf der Nord- und Westseite sind neue Fenster überfällig. Die Putzarbeiten müssen schon im Keller beginnen. Dort müssen die historischen, brüchigen Elektroleitungen, in den oberen Geschossen die Unterverteilung und alte Metall UP-Dosen sowie die uralten Heizkörper ausgetauscht werden. Der Kamin ist zu sanieren. Parkettböden sind abzuschleifen, die Dielen in den Fluren sowie schadhafte Stellen im Terrazzo-Belag im Erdgeschoss zu sanieren.

Die Liste, die die Architekten Werner Plödt und Walter Bauer zusammengetragen haben, ist ellenlang. Die Kirchenverwaltung hat sie "abgesegnet". Sie liegt bereits bei der Diözese in Regensburg. Die Pfarrei wartet noch auf die Genehmigung. Die Ausschreibungen sind vorbereitet. Die reinen Sanierungsarbeiten summieren sich auf 410 000 Euro. Wie dringend die Maßnahmen sind, zeigt auch, dass die Bischöfliche Finanzkammer einen Zuschuss von 205 000 Euro gibt.
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