Weiden.
Gastronomie: Mit Waffen zur Kontrolle

(bgm) Vom Mindestlohngesetz ebenso betroffen wie die Landwirte ist die Gastronomiebranche. Frank-Ulrich John, Geschäftsführer des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), betonte in einem Gespräch beim Bauernverband, dass die Arbeitsabläufe im Gaststättengewerbe nicht immer planbar seien. "Bei uns ist es ähnlich, wie in der Landwirtschaft. Wenn Arbeit anfällt, muss sie gemacht werden." Die Mitarbeiter würden mehr am PC sitzen als sich um ihre eigentliche Aufgabe, den Dienstleistungen für die Gäste, kümmern zu können.

Weiter fordert die Gaststättenbranche, dass freie Kost und Logis für die Mitarbeiter auf den Mindestlohn angerechnet werden können. "Die Bundesregierung hat das im Gesetzgebungsverfahren versprochen. Bis jetzt ist das Versprechen noch nicht eingelöst worden", beklagte John.

Völlig überzogen seien vom Zoll durchgeführte Kontrollen zur Einhaltung des Mindestlohngesetzes. Die Beamten trügen sichtbar Waffen und schusssichere Westen, riegelten die Eingänge ab und würden Gäste zur Befragung festhalten. "Unsere Gäste wollen feiern und es sich gut gehen lassen." Das Vorgehen des Zolls sei für den Gastwirt zutiefst imageschädigend.
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