Weiden: Neuer Chef des Ernst-Mach-Institut für Kurzzeitdynamik
Stefan Hiermaier neuer Institutsleiter

Prof. Stefan Hiermaier leitet nun das Ernst-Mach-Institut. Bild: hfz
Weiden.(wd) Diese Karriere resultiert aus harter Arbeit: ProfessorStefan Hiermaier(49), gebürtiger Rothenstädter, leitet seit Jahresbeginn das Ernst-Mach-Institut (EMI) für Kurzzeitdynamik der Fraunhofer-Gesellschaft in Freiburg. Parallel mit seinem neuen Amt bei Fraunhofer hat Hiermaier Ende 2014 einen Ruf der Universität Freiburg auf die Professur für nachhaltige Ingenieursysteme am neuen Institut für Sustainable Systems Engineering erhalten.

"Wir sind wirklich mächtig stolz auf ihn", betonen seine Eltern,MonikaundHans Hiermaier, die er regelmäßig in Rothenstadt besucht. "Er hat immer hart und zielstrebig gearbeitet." 1985 legte Stefan Hiermaier sein Abitur am Augustinus-Gymnasium ab. Er ging zur Bundeswehr, studierte in München Luft- und Raumfahrttechnik, promovierte und wechselte zur Frauenhofer-Gesellschaft. Bereits seit 1998 war er stellvertretender Leiter des EMI, das inzwischen über 310 Mitarbeiter beschäftigt.

Und jetzt wird's etwas komplizierter: Die Forschungsschwerpunkte des Luft- und Raumfahrttechnikers Hiermaier sind nämlich "die Integration von experimentellen und numerischen Verfahren für dehnratenabhängiges und stoßwellenbeanspruchtes Werkstoffverhalten". Damit lässt sich etwa Materialverhalten unter Crashlasten - der Zusammenprall zweier Körper mit sehr hoher Geschwindigkeit - prognostizieren.

Seit 2008 hat er die Professur für Hochdynamik an der Universität der Bundeswehr in München inne und ist Gastprofessor an der University of Oxford sowie an der Cranfield University. Das EMI untersucht das Verhalten von Werkstoffen bei hohen und höchsten Geschwindigkeiten in den Bereichen Verteidigung, Verkehr, Sicherheit und Raumfahrt. Einen Schwerpunkt bildet die Erforschung neuer Materialien, wie sie in der Automobilindustrie und in der Luftfahrt verwendet werden.

Besonders am Herzen liegt Hiermaier der Aufbau des Leistungszentrums Nachhaltigkeit, in dem die fünf Freiburger Fraunhofer-Institute mit der Albert-Ludwigs-Universität Lösungen für nachhaltige Entwicklung erforschen und in Innovationen umsetzen wollen. Das EMI sei ein sehr erfolgreiches Institut.

Diesen Status gelte es zu festigen, erklärt Stefan Hiermaier. Dafür sei es notwendig, auch neue Themen zu erschließen. Er werde sich für die Entwicklung des Geschäftsfelds Luftfahrt und für den Aufbau des neu zu schaffenden Lehrstuhls für "Nachhaltige Ingenieursysteme" an der Albert-Ludwigs-Universität einsetzen, sagte Hiermaier bei seiner Berufung.
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