Weiden.
Schwammerl-Fund am Ende der Tour

Die Nähe der Kiefer sucht die "Fette Henne". Kaum zu glauben: Selbst in den lange Zeit knochentrockenen Wäldern überleben Pilze. Bild: privat
(cf) Die ausgiebigen Regenfälle nähren sachte die Hoffnung, dass die Schwammerl-Saison vielleicht doch nicht ganz der extremen Trockenheit und Hitze in den vergangenen Wochen zum Opfer fällt. Nach Beobachtungen des regionalen Pilzexperten Norbert Griesbacher sind die sogenannten Myzelien (Zellen der Pilze als unsichtbares "Geflecht" im Boden) derzeit noch in einer Art "Trockenstarre inaktiviert". Es braucht wohl noch bis zu einer Woche satte Feuchtigkeit, ehe die Schwammerln ihre Köpfe aus der Walderde recken.

"Dann kommt noch ein entscheidender Faktor dazu: Die Pilze müssen mit der phänologischen Wachstums-Verschiebung auch einverstanden sein", meint Griesbacher.

Selber führt Griesbacher bei seiner täglichen Mountainbike-Tour immer einen kleinen Rucksack mit sich. Tatsächlich entdeckte er - am Ende seines Ausflugs - in unmittelbarer Nähe einer altersschwachen Kiefer eine "Krause Glucke", auch "Fette Henne" genannt. Das frische, gesunde Exemplar des hervorragenden Speisepilzes wog fast 700 Gramm. Das Kernholz der Kiefer ernährt schließlich den Badeschwamm-artigen Pilz, der damit nicht in dieser direkten Abhängigkeit zu ausreichenden Niederschlägen steht. Norbert Griesbacher genoss die "Fette Henne" mit Ei, Petersilie und Kümmel. Sein Tipp für die NT-Leser: Beispielsweise in den Kiefernwäldern westlich von Weiden gezielt suchen.
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