Weiden tritt Regensburger Verkehrsverbund bei: Kein Umsteigen mehr mit Semesterticket - Appell ...
Bahn frei für Studenten

Lokales
Weiden in der Oberpfalz
05.12.2015
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Kein feiner Zug der Bahn: Studenten, die mit einem Semesterticket des Regensburger Verkehrsbundes (RVV) verbilligt nach Regensburg reisen wollen, müssen jetzt eine normale Karte bis Schwandorf lösen, dort aussteigen - und auf den nächsten Zug warten. "Unsinnig", befindet Leitender Rechtsdirektor Hermann Hubmann. Dagegen wehren können sich die Passagiere jedoch nicht. Die Stadt Weiden muss es richten: Sie tritt dem RVV bei und ermöglicht den Studenten damit künftig eine durchgängige Fahrt in die Bezirksmetropole.

Bis zu 60 000 Euro jährlich

Auf einen Nutzen in der Gegenrichtung verwies Leitender Rechtsdezernent Hermann Hubmann in der Sitzung des Hauptverwaltungsausschusses: Die OTH würde für Studierende aus dem südlichen Landkreis Neustadt/WN und dem Landkreis Schwandorf noch attraktiver. Zumal Stadtbusbetreiber Wolfgang Wies angekündigt habe, in der Anfangsphase ebenfalls RVV-Semestertickets anzuerkennen. Studenten könnten dann mit dem Bus vom Bahnhof zur Hochschule am Hetzenrichter Weg weiterfahren. Überhaupt verlange die OTH wegen ihrer Partnerschaft mit Regensburg nach einer solchen Verbindung in die Bezirkshauptstadt, sagte Hubmann. Einziges Problem: Dem RVV muss die Stadt jährlich 50 000 bis 60 000 Euro überweisen - "eine neue freiwillige Leistung".

Nicht nur Gisela Helgath (Grüne) würde das Geld jedoch gerne springen lassen: "Jeder Student, der mit der Bahn kommt, braucht keinen Parkplatz." Philipp Beyer (Bürgerliste) hielt das Angebot für sinnvoll - "falls der Landkreis es auch in Richtung Norden und Westen ergänzt". Tatsächlich leistet auch der Landkreis Neustadt/WN einen Beitrag - aber erst für seine Studenten ab Weiden in südlicher Richtung (entscheidend ist der Wohnort). "Nicht ganz zufrieden" äußerte sich auch Florian Graf (SPD): Der Landkreis müsse sich noch stärker engagieren. Und: In Zeiten der Sparzwänge "sind die 60 000 Euro woanders besser aufgehoben". Bürgermeister Lothar Höher lobte dagegen das Entgegenkommen des Landkreises. Letztlich waren außer Graf alle für den Anschluss zum Regensburger Verkehrsverbund.
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