Weidener gehen in Plauen baden

Weidens Torwart Vladimir Srajer war meistens auf dem Posten. Ihm ist es zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel. Bild: af

Die Kulisse war berauschend. Was die 650 Zuschauer von den Weidener Wasserballern zu sehen bekamen, allerdings weniger. Die Oberpfälzer gingen beim SSV Plauen mit 3:10 unter.

Im Ost-Süd-Derby der Deutschen Wasserball-Liga besiegte der SVV Plauen den SV Weiden recht überzeugend mit sieben Toren Vorsprung. Dabei hätte der 10:3-Sieg der Hausherren sogar noch deutlich höher ausfallen können, hätten die Plauener alle Chancen in der Schlussphase konsequent genutzt, beziehungsweise hätte Torhüter Vladimir Srajer, der mit Abstand beste Weidener Akteur, nicht öfters geklärt.

Die Plauener eröffneten die Begegnung vor 650 Zuschauern hoch motiviert und leidenschaftlich. Die Gäste kamen nicht richtig ins Spiel und agierten mit wenig Druck nach vorne. Nach der schnellen Führung durch Routinier Stefan Roßner ging der SVV in Führung, ehe eine lange, torlose Spielphase folgte, die durch den 1:1-Ausgleich von Sean Ryder beendet wurde. In der restlichen Zeit des Auftaktviertels dominierten die Vogtländer zunehmend und setzten sich auf 3:1 ab.

Den erste Angriff des zweiten Viertels schlossen die Plauener mit dem 4:1 ab. Die Oberpfälzer verkürzten durch Nikolaj Neumann und hätten noch reihenweise Chancen auf eine weitere Ergebniskorrektur gehabt. Jeweils zwei Überzahlen und einige Torchancen aus dem Spiel heraus ließen beide Mannschaften liegen, bevor das SVV-Team mit einem Dreierpack für den vorentscheidenden 7:2-Halbzeitstand sorgte.

Das dritte Spielviertel verlief sehr ausgeglichen. Weiden hatte gute Möglichkeiten, scheiterte aber immer wieder im Abschluss. Erst in der vierten Überzahl des dritten Viertels, 19 Sekunden vor dem Ende, gelang den Gästen das einzige Tor des Spielabschnitts zum 7:3.

Vier Tore Rückstand gegen den immer noch glänzend aufgelegten Gegner machten nicht viele Hoffnungen für das letzte Viertel, zumal schon im zweiten Angriff ein Strafstoß zum 8:3 für Plauen führte. Die Weidener wurden im Angriff noch unsicherer, während die Verteidigung noch relativ solide stand. Noch zwei weitere Tore des SVV Plauen führten zum deutlichen und verdienten 10:3-Endstand.

"Wir müssen die Überlegenheit des Gegners erneut anerkennen. Plauen war haushoch überlegen", sagte Trainer Gerhard Wodarz.

SVV Plauen - SV Weiden 10:3 (3:1, 4:1, 0:1, 3:0)

Persönliche Fehler : Weiden 7 + 2 Strafwürfe, Plauen 7- Zuschauer: 650

SV Weiden: Vladimir Srajer (Tor),+ Tim Neulinger, Stefan Kick, Michael Trottmann (1 Treffer), Thomas Kick, Andras Langmar, Nikolaj Neumann (1), Louis Brunner, Philipp Kreiner, Andreas Jahn, Sean Ryder (1), Kyryl Olkhovsky und Matthias Kreiner
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