Weidener "Service Management Akademie GmbH" bildet Mitarbeiter im Umgang mit Kunden aus
Ruf nach Callcentern

"Call-Center-Arbeitsplätze sind viel besser als ihr Ruf", sagen die SMA-Ausbildungskollegen Maria von Roth, Teamleiterin bei der Witt Gruppe (links), und Andreas Rauch, Teamleiter bei der Samhammer AG (rechts). Bild: sbü
(sbü) "Die Branche ist enorm gewachsen. Rund 2500 Arbeitsplätze im Bereich Service- und Callcenter gibt es in Weiden und der näheren Umgebung", sagt Geschäftsführer Thomas Guttenberger von der Service Management Akademie GmbH (SMA) im Weidener Stadtteil Ullersricht. Die Witt Gruppe und die Samhammer AG zählen zu den Großen ihrer Branche in der nördlichen Oberpfalz.

Vor fünf Jahren haben sie die SMA als selbstständige Fortbildungs-GmbH gegründet. Seither wurden schon rund 700 Mitarbeiter in jährlich 30 bis 40 Kursen weiterqualifiziert. Maria von Roth und Andreas Rauch gehörten zu den ersten, die mit einem Studium an der SMA ihre berufliche Karriere begründet haben.

Maria von Roth ist als Teamleiterin von 14 Mitarbeitern im Einsatz, die alle Dienstleister der Witt Gruppe im Ausland betreuen. "Ich leite ein Multi-Kulti Team", sagt sie, "da muss ich oft viel motivieren und kommunizieren." Die gelernte textiltechnische Assistentin kommt aus dem Vogtland und ist mit 56 Jahren eine typische Berufs-Wiedereinsteigerin. Gleichstellungsbeauftragte könnten sie als Paradebeispiel für Frauen präsentieren: Nach 15 Jahren "Babypause" in das Berufsleben zurückgekehrt und Karriere gemacht.

Die Grundlage dafür sei das insgesamt viersemestrige Studium in der SMA gewesen. "Zuerst in drei Semestern zur Senior Agent, das ist die stellvertretende Teamleiterin, und dann im sogenannten ,Upgrade' zur Teamleiterin."

Durch SMA zum Teamleiter

Erheblich jünger als von Roth ist ihr Ausbildungskollege Andreas Rauch von der Samhammer AG. Als Abiturient am Kepler-Gymnasium in Weiden wollte er in der Region bleiben, machte eine Ausbildung als Kaufmann im Dialogmarketing und qualifizierte sich über das Studium in der SMA zum Teamleiter. "Vor allem die im Studium gelernten sozialen Kompetenzen helfen mir bei der Führung eines Teams im Beratungsbereich für Elektro-Hausgeräte", erklärt Rauch. Das Fortbildungsangebot der SMA beinhaltet noch viel mehr als die beiden von der Hochschule Mittweida zertifizierten Studiengänge. Qualifikationen zum Kommunikations-Coach oder zum Service-Center-Agent gehören ebenso dazu wie generelle Qualifizierung für den Umgang mit Kunden. Themen seien auch Stressmanagement und soziale Qualifikationen.

Dienstleister der Branche

Auch der Datenschutz sowie berufsschulbegleitender Unterricht bis hin zu Einzelschulungen sind im Angebot. Längst habe sich die SMA als Dienstleister für die gesamte Branche entwickelt, sagt ihr Geschäftsführer Guttenberger. 28 Dozenten aus der Region stehen zur Verfügung.

Guttenberger sieht sich in einem wachsenden Markt, weil die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel die Qualifikation des vorhandenen Mitarbeiterstamms immer wichtiger machen. "Wir wollen das Know-how von Witt und Samhammer an andere Firmen weitergeben", sagt Guttenberger.
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