"Weidener Streichquartett" spielt in Augustin - Dynamische Wechsel
Hochzeitstag von 1898 lebt auf

Eine Besonderheit der Quartettliteratur präsentierte das Weidener Streichquartett beim Konzert in Augustin: das selten gespielte Quartett Nr. 5 des Minimal-Komponisten Philip Glass. Bild: zpe
Sie sind bekannt in der Weidener Musikszene: Johanna Luther, Friedemann Kloos, Jakob Schröder und Janusz Skutella. Durch viele Jahre in Formationen wie Klaviertrio, Tangoprojekt 5, Chefin oder Sinfonieorchester der Franz-Grothe-Schule. Nun firmierten sie als "Weidener Streichquartett" und konzertierten in Augustin.

Veranstalteter des Konzerts war der Kunstverein Weiden. Deshalb galt Axel T Schmidt großer Dank. Zu Beginn intonierte das Quartett Contrapunctus I bis IV aus der "Kunst der Fuge" von Johann Sebastian Bach. Das Werk war eigentlich für Tasteninstrumente gedacht, ließ sich aber auch in dieser Instrumentierung hören.

Aus der Feder des estnischen Komponisten Arvo Pärts stammte das eigentliche Chorstück "Summa", ein schlichtes geistliches Werk, das hier in der Streicherfassung in besonderer Weise zum Leuchten gebracht wurde. Das Streichquartett Nr. 5 von Philip Glass entpuppte sich als bezauberndes, detailverliebtes Stück mit interessanten harmonischen und dynamischen Wechseln. Zuletzt widmete sich das "Weidener Streichquartett" dem "Lyrischen Andante" von Max Reger, das der Tonsetzer "Herrn Dr. Willy Gemündt und seiner verehrten Fräulein Braut resp. Frau Gemahlin zur freundlichen Erinnerung an ihren Hochzeitstag am 14. Mai 1898" gewidmet hatte. Nach diesem lyrischen Tonstück für Streicher waren die Zuhörer geladen, das "Farbvergnügen" von Reinhold A. Goelles auf sich wirken zu lassen.
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