Weidener-Tennissenior gewinnt seinen vierten EM-Einzeltitel - Im Finale favorisierten Schweden ...
Fred Böckl trumpft groß auf

Fred Böckl ist in der Altersklasse 65 Jahre der beste Tennisspieler in Europa. Bei den Titelkämpfen in Seefeld bewies der Weidener seine Klasse und belegte Platz eins. Bild: pöm
(pmö) Nach sechsmonatiger Pause hat sich Fred Böckl eindrucksvoll auf der internationalen Tennisbühne zurückgemeldet. Bei den Hallen-Senioreneuropameisterschaften in Seefeld/Österreich präsentierte sich der an Nummer drei gesetzte Weidener in exzellenter Form. Böckl besiegte im Finale der Altersklasse 65 Jahre den Schweden Mats Lilja mit 7:5, 6:7 und 6:2.

Im hervorragend besetzten 64er-Feld bezwang der Weidener zunächst den Österreicher Peter Gutmann mit 6:2 und 6:3. In Runde drei folgte ein 6:2 und 6:3 über den Schweizer Nationalspieler Josef Mörtl. Bereits im Viertelfinale kam es gegen den an Position fünf geführten Kasper Rud zu einer Spitzenbegegnung. 2010 war dieses Duell das Finale. Damals gewann der Weidener gegen die dänische Nummer eins und holte sich seinen dritten Europameistertitel. Auch dieses Mal behielt der deutsche Spitzenspieler in einem hochklassigen Match mit 6:4 und 6:3 die Oberhand.

Halbfinale: Zweisatzsieg

Mit diesem Erfolg zog er in das mit Spannung erwartete Halbfinale gegen den an Nummer zwei gesetzten Weltranglistenvierten und amtierenden Europameister Peter Marklstorfer (Deutschland) ein. Die beiden Weltklassespieler und Nationalmannschaftskameraden boten den zahlreichen Zuschauern ein Match auf höchstem Niveau. Mit einem verdienten 6:2 und 7:5-Sieg gelang Böckl der Einzug ins Finale.

Dort hieß sein Gegner Mats Lilja. Der 1,94 m große schwedische Hallenspezialist und Weltmeisterschaftsdritte hatte in der dritten Runde die Nummer eins im Wettbewerb, den Weltranglistenzweiten Gerd Dahmen, eindrucksvoll mit 6:0 und 6:0 besiegt, wodurch der Schwede als klarer Favorit auf den Titel gehandelt wurde. Doch Böckl zeigte zum wiederholten Male, dass er nicht nur auf Sand, sondern auch auf dem schnellen Teppichboden zur Weltspitze gehört. Mit konstant starkem Serve- und Volleyspiel hielt der Oberpfälzer sein eigenes Service und wartete geduldig auf die Chance, den aufschlaggewaltigen Schweden zu breaken. Beim Stand von 6:5 war es soweit: Mit einem phantastischen Return holte sich Böckl mit 7:5 den ersten Satz. Den zweiten Satz verlor er trotz einer 4:1-Führung in einem dramatischen Tie-Break mit 6:7.

Wer nun glaubte, der Widerstand des Deutschen wäre gebrochen, sah sich getäuscht. Mit großem Kampfgeist und spielerischer Klasse brachte der Ex-Akteur des TC Grün-Rot Weiden seine Aufschlagspiele durch und breakte seinen konsternierten Gegner zweimal zum 6:2-Endstand. Somit konnte Fred Böckl seinen vierten EM-Titel im Einzel feiern. Anschließend verpasste er mit seinem Partner Xavier de Villepin in einem hartumkämpften Finale (6:4/6:7/6:7) seinen fünften Titel im Doppel.
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