Weil's nicht Wurst ist
Angemerkt

Erinnerungen werden wach. An den Alten Schlachthof, wo Anfang der 1990er Jahre mal Punk-Bands die Gemäuer erschütterten - bevor die Abrissbirne zuschlug. Weil sich geeignete Räumlichkeiten wie vormals der "Club" oder das weitgehend kaltgestellte "Bistrot Paris" rar machen, geht's nun wieder um die Wurst: Auf der Allee wird demnächst eine ehemalige Metzgereifiliale zum Konzertsaal umfunktioniert.

Gut, dass das "Trio Elf" vom Jazz kommt und mit den Pfunden Improvisation und Experimentierfreude wuchern kann. Die Combo um Gerwin Eisenhauer spielt am 15. Oktober an genau jener Stelle, wo früher der warme Leberkäs auf Esser wartete. Ansonsten passen 50 bis 60 Leute in den nun thekenfreien Laden, schätzen die Veranstalter vom "sündikat". Mehr jedenfalls, als dort jemals nach Fleisch und Wurst angestanden sind. Ob Weidens jüngste Konzertstätte ihren Geschmack trifft? Ob's dann gerne etwas mehr sein darf? Eine Weidener Band hat sicher schon Blut geleckt: "Die depressiven Metzger".



Im Blickpunkt "Kepler" sahnt historisch ab

Weiden. (rg) Ein historischer Erfolg fürs Kepler-Gymnasium: Beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten teilt es sich mit dem Deutschherren-Gymnasium Aichach den Preis als landesbeste Schule, der mit insgesamt 1000 Euro dotiert ist. Das Thema lautete "Anders sein. Außenseiter der Geschichte".

Dazu hatte die elfte Klasse des "Kepler" zusammen mit dem Heilpädagogischen Zentrum Irchenrieth eine "Stadtführung für behinderte Menschen" konzipiert, was ihr den Landessieg bescherte. Förderpreise erhalten Sabrina Baldauf, Sarah Dehling, Theresa Ehmann und Tina Renner ("Die Displaced-Persons-Gemeinde in Weiden zwischen 1945 und 1950"), Clara Richthammer ("Resl von Konnersreuth") und Sophia Jahreis ("Maria Theresia Gerhardinger und die ,Armen Schulschwestern'"). Ausgezeichnet werden sie alle bei einem Festakt am 7. Oktober im Nürnberger Rathaus.

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