Weinfest abgesagt

Ohne die Unterstützung der großen Hilfsorganisationen würde die Flüchtlingsbetreuung in Deutschland kaum funktionieren. Gleichwohl kommen Rotes Kreuz, Caritas und alle anderen, die eingebunden sind, an ihre Grenzen. Deshalb hat die BRK-Bereitschaft Sulzbach-Rosenberg eine Entscheidung getroffen - wenn auch schweren Herzens, wie Gräml gesteht - und ihr traditionelles Weinfest abgesagt. Die Helfer seien zu sehr gebunden, erklärt er.

Erst der G 7-Gipfel im Juni im oberbayerischen Elmau, wo viele im Einsatz waren, jetzt die Flüchtlingsbetreuung. "Da wollen wir ihnen nicht jetzt nicht auch noch das Weinfest zumuten." Immerhin bedeute dies für die Mitarbeiter drei Tage Arbeit. "Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen."

Ehrenamtliche des Roten Kreuzes sind nicht nur in der Region für Flüchtlingsbetreuung zuständig. Seit zwei Wochen sind laut Erwin Gräml einige Helfer als sogenannte Zugbegleiter dabei: Sie fahren nach München oder Salzburg, steigen dort in Züge, mit denen Flüchtlinge in andere Bundesländer begleitet werden. "Sie kümmern sich auf den Fahrten um die sanitätsdienstliche Absicherung." Zuständig sind sie so für auftretende medizinische Notfälle bei den Asylsuchenden. "Die Flüchtlinge haben wirklich was hinter sich. Viele haben das erst einmal verdrängt." (san)
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