Werben für Gewerbegebiet West IV eint Parteien
SPD-Stadtrat spricht bei CSU-Veranstaltung

Nicht nur in der Almhütte klärt die CSU, hier mit Alois Lukas (links) und Kreisvorsitzendem Stephan Gollwitzer (rechts), über das geplante Gewerbegebiet auf. Es gibt zahlreiche Infoveranstaltungen bei den Ortsverbänden. Auch die SPD lädt zu diversen Treffs ein. Bild: Kunz
SPD-Stadtrat Dr. Matthias Loew machte explizit darauf aufmerksam, dass es sich beim Ratsbegehren zum Gewerbegebiet Weiden-West IV um ein parteiübergreifendes Verfahren handle. "Sogar ein Drittel von den Grünen unterstützt uns", sagte er bei einer Infoveranstaltung der CSU in der Almhütte. "Das ist ein wichtiges Argument."

Ursprünglich habe das angedachte Gelände 120 Hektar betragen. Inzwischen habe man das Gewerbegebiet zugunsten der Fauna auf 76 Hektar geschrumpft. "Alle grünen und ökologischen Gründe sind ja eh schon berücksichtigt." Das Ratsbegehren am 9. November braucht 6200 Ja-Stimmen. 20 Prozent der stimmberechtigten Bürger müssen zustimmen.

Eingeladen hatten die CSU-Ortsverbände Weiden-Ost, Bahnhof und Stadtmitte mit der Mittelstandsunion. Stadtrat Hans Forster sprach von einer "Jahrhundertentscheidung." Sollte das Ratsbegehren scheitern, habe die Stadt in einem Jahr die Chance zu einem Neuanlauf. Die Vorplanungen seien abgeschlossen. Der Stadtrat habe sie im Juli genehmigt.

Alois Lukas ließ noch einmal die Geschichte zum Ratsbegehren Revue passieren. Die Idee zum Gewerbegebiet nördlich der B 470 sei von den Christsozialen gekommen. Schon 2011 habe man an OB Kurt Seggewiß den Antrag gestellt. Alternative Gewerbeflächen seien zu klein oder scheiterten an den Eigentumsverhältnissen. Weiden-West IV gehöre dem Freistaat. "Wir müssten nur mit einer Person verhandeln." Es gebe zwar Eingriffe in die Natur. "Aber damit kann man leben." Der Bereich des Schweinenaab-Biotops im Norden sei ohnehin ausgegrenzt worden.

Die Nachfrage nach Grundstücken sei da. Ein Unternehmen habe sogar um 20 Hektar nachgefragt. "Weil Oberbürgermeister Seggewiß keine Namen nennen will, wird das natürlich immer in Zweifel gezogen." Außerdem kalkuliere man mit 4500 neuen Arbeitsplätzen.
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