Werbeträger im Federkleid

Die Höchstnote "vorzüglich" und einen Landesverbandspreis gab es für dieses Brahma-Huhn, Farbenschlag weiß-schwarz-columbia. Bilder: wec (2)

Es ist heutzutage schwierig, einen Platz für die Rassegeflügelzucht zu finden, an dem sich kein Nachbar gestört fühlt. Doch die 574 Tiere, die sich bei der Kreisgeflügelschau präsentierten, waren beste Werbeträger - von angenehm lebhaft bis hin zu tiefenentspannt.

63 Aussteller zeigten bei der 22. Kreis- und 7. Vilstaler Geflügelschau in der Ausstellungshalle des Geflügelzuchtvereins 1880 Kümmersbruck-Amberg eine Vielfalt von Rassen und Farbschlägen. Die große Teilnehmerzahl zeige, dass die Hühnerzucht im Landkreis wieder leicht zugenommen habe, sagte Vorsitzender Josef Schlegl zum Ausstellungsstart. Landrat und Schirmherr Richard Reisinger dankte den Züchtern für ihr Engagement, die Vielfalt der Geflügelrassen und damit die Vielfalt der Natur zu erhalten. "Sie setzen Ihren Ehrgeiz dafür ein, dass sich Ihr Federvieh optimal entwickeln kann, weshalb Geflügelzucht auch als Artenschutz und Arterhalt zu sehen ist", sagte Reisinger, der eine Spende an Schlegl überreichte.

Bürgermeister Roland Strehl dankte den Geflügelzüchtern für die angenehme Nachbarschaft und die hervorragende Zusammenarbeit auch beim Ferienprogramm. Sein Versprechen, dass im Frühjahr der Außenbereich der Ausstellungshalle befestigt werde, sorgte für freudigen Beifall der Mitglieder. Andere Kleintierzüchter (von Kaninchen bis Brieftauben) zeigten großes Interesse an der Schau. Unter der Woche hatten bereits die Mädchen und Buben vom Waldkindergarten das kunterbunte Federvieh besucht und die vielen Arten der Vögel bestaunt.

Veterinärdirektor Dr. Werner Pilz bat die Geflügelhalter, in der angespannten Situation sensibel auf ihre Tiere zu achten. Wer besondere Auffälligkeiten an seinem Geflügel feststelle, könne sich jederzeit mit dem Veterinäramt in Verbindung setzen, um sich zu informieren. Da das Wildvogelmonitoring zurzeit verstärkt geschehe, müsse in den kommenden Monaten mit diversen Auflagen gerechnet werden. Sieben Preisrichter aus ganz Bayern hatten die 574 Tiere begutachtet und bewertet. Die Preisverleihung leitete der Kreisverbandsvorsitzende Walter Deinzer. Es gab Landes-, Bezirks- und Kreispreise.
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