Wettbewerb "Experimente antworten": 8 von 56 Superpreis-Trägern stammen aus Weiden und Neustadt
Fingerabdrücke führen zu Forschertalenten

Gleich fünf Superpreise gingen ans "Elly". Erfolgreich waren (vorne, von links) Vanessa Rödl (Neustadt), Nina Artmann (Weiherhammer), Elena Scharl (Windischeschenbach), Anna Kneidl (Altenstadt) sowie Laura Enzmann (Neustadt) - sehr zur Freude von Schulleiter Reinhard Hauer (hinten, rechts) und Wettbewerbsbetreuer Ottmar Gleixner. Bild: Huber
Wer weiß, was mal daraus wird? Ein Job im Labor des Landeskriminalamts? In der Forschungsabteilung eines Medikamentenherstellers? Gar ein Nobelpreis? Die Grundlagen dazu hätten die 56 Schüler, die jetzt in München "Superpreise" in Empfang nahmen, jedenfalls schon mal gelegt. Sie haben die eigene DNA isoliert, Fingerabdrücke nachgewiesen, Knallgasproben mit Bleistiftspitzern vorgenommen sowie die Helligkeit von Glühbirnchen und Leuchtdioden getestet. Und damit voll überzeugt. 8 der ausgezeichneten Nachwuchsforscher stammen aus Kepler-, Elly-Heuss- und Neustädter Gymnasium.

Im Deutschen Museum in München fand der Landeswettbewerb "Experimente antworten" für sie ein erfreuliches Ende. Gleich 5 Preisträgerinnen sind "Ellys": Nina Artmann, Anna Kneidl, Laura Enzmann, Vanessa Rödl und Elena Scharl. Ferner erfolgreich waren Hannes Gollwitzer und Lukas Gollwitzer vom Gymnasium Neustadt sowie Daniel Scharl vom "Kepler".

Bereits im Vorfeld des Festakts lobte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle die Leistungen: Die Schüler "haben mit einfachen Alltagschemikalien aus Baumarkt, Drogerie oder Apotheke Antworten auf Fragen naturwissenschaftlicher Phänomene gefunden", erklärte er. "Kreative Versuchsanordnungen, Geduld im Experimentieren und Dokumentieren sind in Verbindung mit einer Portion Teamgeist der Schlüssel zum gemeinsamen, naturwissenschaftlichen Erfolg." Die Themen der drei Wettbewerbsrunden lauteten "Dem Täter auf der Spur" (Experimente zur DNA-Gewinnung und zum Nachweis von Fingerabdrücken), "Das ist spitze!" (Experimente mit Bleistiftspitzern aus Magnesium) und "Geht's nicht heller?" (Experimente mit Glühbirnchen und LED). Der naturwissenschaftliche Wettbewerb hat Tradition, wurde im Schuljahr 2014/15 bereits zum zwölften Mal ausgetragen. Ministerialrat Dr. Wolfgang Ellegast gratulierte den Preisträgern in der Feierstunde.

Die 56 Schüler setzten sich gegen reichlich Konkurrenz durch: Aus insgesamt rund 2500 Einsendungen bayerischer Gymnasiasten aus den Jahrgangsstufen fünf bis zehn wählte eine elfköpfige Jury die Sieger-Arbeiten aus. Jeder Preisträger erhielt einen Molekülbaukasten: Es darf munter weiter experimentiert werden.
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