Widerstand auf anderem Wege

Der Startschuss für das neue Einkaufszentrum ist gefallen. Und die Bürgerinitiative "Weiden - Unsere Stadt" läutet ihr Ende ein.

Der Bebauungsplan für die Fondara-Stadtgalerie liegt vor. Für die Bürgerinitiative Anlass, ihre kritische Begleitung des Einkaufszentrums einzustellen. Nach vier Jahren intensiver Arbeit löste sie sich am Mittwochabend im "Bräustüberl" auf. Diese Tatsache solle allerdings nicht als Niederlage empfunden werden, hieß es. Man habe viel erreicht seit 2010 - da sind sich die Mitglieder einig.

Die zivilgesellschaftlichen Mittel seien nun aber ausgeschöpft, betonte stellvertretender Vorsitzender Bert Roscher. "Wir gehen in eine neue Phase. Nun geht es um justiziable Geschichten, die ins Baurecht fallen. Damit müssen sich andere befassen." Denkbar sei beispielsweise eine Normenkontrollklage. Roscher: "Die ist sehr kostspielig. Wir reden da von etwa 50 000 Euro aufwärts. Das müssen andere machen, die über dieses Geld verfügen."

Enttäuscht von Fondara

In einem Rückblick zeigte sich BI-Chef Prof. Dr. Fritz-Dieter Doenitz enttäuscht über die Entwicklung der anfangs kooperativen Interaktion mit Stadt und Investor. Die BI habe sich nie als Verhinderer gesehen. "Noch im vergangenen September haben wir deutlich gemacht, dass wir ein erfolgreiches Center wollen." Dennoch habe Fondara die BI-Anmerkungen der nicht ernstgenommen. Schließlich seien wesentlich größere Verkaufsflächen ins Spiel gebracht worden, mit denen man sich nie einverstanden erklärt hätte. "Inzwischen liegt der überarbeitete Bebauungsplan vor, ohne, dass nur einer unserer Vorschläge aufgegriffen wurde."

Die Einspruchsfrist endet am heutigen Freitag. Architekt Heiner Schreml kündigte Widerstand an.
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