Windkraft-Fan ist jetzt geläutert
Leserbriefe

Unter das ironische Motto "Energiewende richtig verstehen!" hat Horst Lorenz seine Zuschrift gestellt:

Zugegeben: Vor einiger Zeit gehörte ich auch zu denjenigen, die nach den Vorkommnissen in Fukushima die schrittweise Ablösung der Atomkraftwerke durch erneuerbare Energien für den richtigen Schritt hielten. Ich war sogar dem Wahnsinn verfallen, einen eigenen Beitrag zu leisten durch Investition in eine Klein-Windkraftanlage!

Es kann ja kein Problem sein, da in näherer Umgebung schon neun größere Anlagen errichtet wurden. Schnell wurde ein Bauantrag eingereicht, den der Gemeinderat einstimmig angenommen hat. Glücklicherweise hat das Landratsamt meine Irrleitung erkannt und den Antrag nach acht Monaten Bearbeitungszeit abgelehnt. Richtig: bei 10 m/s Windgeschwindigkeit ist die Anlage für ein 44-Seelen-Dorf an der B 299 zu laut! Da kann man nicht einfach den Wert von 3 ... 5 m/s aus dem Bayerischen Windatlas für den geplanten Standort hernehmen.

Ja und auch richtig: Es ist ein unzulässiger Eingriff in Natur und Landschaft, umringt von neun größeren Anlagen. An die Fledermäuse habe ich gar nicht gedacht, die anscheinend nur von kleineren Anlagen, nicht aber von den großen bedroht sind. Nein, lasst uns die Atomkraftanlagen und Kohlekraftwerke länger nutzen! Lasst uns unwirtschaftliche Gaskraftwerke bauen! Die bedrohen nämlich keine Fledermäuse und sind kein Eingriff in die Natur!

Herr Ministerpräsident Seehofer, Frau Ministerin Aigner, Herr Landrat Reisinger: Sparen Sie sich die Zeit, auf mein Schreiben zu antworten! Sie sehen, ich bin geläutert!

Horst Lorenz, Deinshof

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Leserbriefe müssen nicht die Meinung der Redaktion wiedergeben. Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe sinnwahrend zu kürzen.

Amberg-Sulzbach

Behinderung muss kein Hindernis sein

Amberg-Sulzbach. Die Agentur für Arbeit Schwandorf beteiligt sich an der Aktionswoche für Menschen mit Behinderung der Bundesagentur für Arbeit, die bis zum 5. Dezember republikweit läuft. Um Menschen mit Behinderung stärker in den Fokus der Arbeitgeber zu bringen, werben Mitarbeiter und Führungskräfte der Agentur Schwandorf laut Pressemitteilung in Gesprächen mit Unternehmen für mehr Inklusion im Arbeitsleben.

"Behinderte verfügen oftmals über eine gute Qualifikation", erklärt der Leiter der Agentur für Arbeit Schwandorf, Joachim Ossmann. Diese Menschen könnten die gleiche Leistung und das gleiche Engagement an den Tag legen wie nichtbehinderte Mitarbeiter. Einschränkungen könnten sehr häufig mit moderner Technik behoben werden.

Im November waren im Gesamtbezirk der Agentur für Arbeit Schwandorf 810 schwerbehinderte Menschen arbeitslos (11,9 Prozent aller Erwerbslosen). Unter den Arbeitslosen, die schwerbehindert sind, verfügen laut Ossmann rund 64 Prozent über eine Berufsausbildung. Betrachtet man die Erwerbslosen insgesamt, so liege hier der Anteil "nur" bei 56 Prozent.
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