Winter ante portas
So wird's am Wochenende

Tausche T-Shirt gegen Schneeschaufel: Der November hat stark begonnen, aber wer hoch fliegt, kann eben auch tief fallen. Und so schaufeln jetzt die kleinen fiesen Tiefs über Mitteleuropa in mehreren Schüben Polarluft heran, das Ergebnis nennt man dann Frühwinter. Die große und nachhaltige Einwinterung in die Saison 2015/16 ist das zwar noch nicht, aber eine relativ gut verlaufende Generalprobe im Wettertheater dieser Tage allemal. Petrus macht heute den ersten Akt, Frau Holle übernimmt, und die Zuschauerstimmen aus dem Publikum dürften von "aha" und "oh" bis "ihh" und "bäh" reichen.

Der heutige Freitag wird so gruselig wie schon lange nicht mehr. Es gibt länger anhaltenden Regen, der im Laufe des Vormittags aus Südwesten aufzieht. Dann bleibt es trüb, und über den Mittag und am Nachmittag schüttet es immer wieder. Verbreitet sind Regenmengen zwischen 20 und 40 Liter/qm in nur 12 Stunden zu erwarten. Im böigen Westwind werden dabei "nur" noch 7 Grad in Flossenbürg, 9 in Neustadt am Kulm und 10 in Kohlberg erreicht, wobei es schon am frühen Mittag am wärmsten ist. Nachmittags und abends wird es nach und nach kälter, später mischen sich auf den Höhen am Grenzkamm erste Flocken unter den Regen. In der Nacht sinkt die Schneefallgrenze bereits auf 400 bis 600 Meter ab, bei Tiefstwerten von nasskalten 4 bis 1 Grad. Einen besten Wetterort des Tages gibt es nicht, denn es wird überall frei von Sonne und nass.

Der Samstag wird dann wechselhaft und nasskalt, mit deutlichem Trend hin zu winterlichen Bedingungen. Das geht zunächst noch relativ harmlos los, denn am Morgen lassen Regen und nasser Schnee erst einmal nach. Nach ein paar Auflockerungen zieht es nachmittags wieder mehr zu, und es folgen später neue Schauer, die dann allmählich bis in die Niederungen als Schnee fallen. Vor allem abends kann es mitunter kräftiger schneien, auf den Straßen wird es vermehrt glatt. Grob sind in etwa 1 bis 6cm Schnee bis Sonntagfrüh zu erwarten, je nach Höhenlage. Zuvor gibt es noch einmal +1 Grad in Eslarn, 3 in Windischeschenbach und 4 in Weiden, in der Nacht dann verbreitet leichten Frost. Bester Wetterort des Tages wird Bärnwinkel bei Grafenwöhr mit noch 18 Prozent der Sonnenstunden und tagsüber 26 Prozent Schauerrisiko.

Am Sonntag herrscht dann unbeständiges Wetter, wobei die Wolken überwiegen. Sonne gibt's nur kurz zwischendurch, am ehesten vormittags. Vor allem ab dem Nachmittag treten dagegen wieder vermehrt schauerartige Schneefälle auf, und zaubern oberhalb etwa 500 Metern weitere 2 bis 5 Zentimeter Schnee dazu. Mit Höchstwerten zwischen -1 Grad Pleystein, +1 in Eschenbach und +2 in Luhe- Wildenau wird es auch in den Niederungen nur noch kurzzeitig matschig, überwiegend herrscht winterliche Stimmung. In der Nacht zu Montag sinken die Werte bei nachlassenden Schneeschauern auf -2 bis -6 Grad ab. Bester Wetterort des Tages wird Püchersreuth mit 23 Prozent der Sonnenstunden bei 56 Prozent Schauerrisiko.

In der neuen Woche scheint die Sonne am Montag und Dienstag am längsten, es gibt aber noch einzelne Schneeschauer. Tagsüber liegen die Temperaturen um den Gefrierpunkt, nachts bei Aufklaren teilweise schon nahe -10 Grad. Ab Mittwoch wird es oft trüb, windig und nass, bei +1 bis +5 Grad bewegt sich die Schneefallgrenze meist zwischen 600 und 900m Höhe. In den Niederungen ist der erste Winterspuk dann erstmal vorbei, auch wenn dadurch das Wetter nicht gemütlicher wird.

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Weitere Informationen im Internet:

http://www.oberpfalznetz.de/wetter
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