Winterdienst gemeinsam stemmen
Hintergrund

Keine Schnee-, sondern Salzberge im Rücken der Männer, die bei der Organisation des Winterdienstes in Weiden gefordert sind, darunter Bauhofleiter Manfred Meßner (hinten links), Marc Badhorn (links davor), Stadtbrandinspektor Ludwig Grasser (links vorne), Heiner Rewitzer VPI und Herbert Putzer, der Leiter der Integrierten Leitstelle (vorne recht). Bild: hfz
Weiden. (wd) Der Bauhof der Stadt ist gerüstet, um auch bei Eis- und Schnee für freie Fahrt zu sorgen, versichert Marc Badhorn (37), seit einem Jahr Sachgebietsleiter Winterdienst am städtischen Bauhof. "Sind Schneefall oder Glätte zu erwarten, stehen unsere Mitarbeiter in Rufbereitschaft. Sie arbeiten, wenn nötig, im Dauereinsatz. Die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer hat höchste Priorität."

"Im Winterdienst gehen wir oft gerne an unsere Leistungsgrenze. Bei starken Schneefällen bitten wir aber auch um Verständnis, dass unsere Kapazitäten begrenzt sind und wir nicht überall sofort im Einsatz sein können", wirbt Badhorn um Verständnis. Der Winterdienst konzentriere sich dann - gemäß der gesetzlich vorgeschriebenen Reinigungs- und Verkehrssicherungspflicht - auf Straßen und Plätze mit der höchsten Priorität. Dazu zählen Straßenabschnitte, welche verkehrswichtig und gefährlich sind.

"Winterdienst ist eine hochspezialisierte Gemeinschaftsleistung, bei der Umweltschutz groß geschrieben wird." Hilfe erhalte der Bauhof zum Beispiel über Infos von Wetterdiensten. Auch die modernen Fahrzeugtechnik, unterstützt die Winterdienstler bei der Wahl des richtigen Zeitpunkts der Räumeinsätze und der richtigen Streusalzmenge. "Aber auch die Bürger müssen ihren Teil beitragen, um für sichere Straßen zu sorgen." Sie sind als Anlieger fürs Räumen der Gehwege verantwortlich. Auf dem Gehsteig ist Streusalz jedoch streng tabu, unterstreicht Badhorn (37).

Die Verkehrssicherheit müsse an Wochentagen in der Regel bis 7 Uhr morgens, an Sonn- und Feiertagen bis 8 Uhr hergestellt sein und tagsüber jeweils bis 20 Uhr aufrechterhalten werden. Nachts gebe es weder auf Straßen noch auf Gehwegen eine generelle Winterdienstpflicht.

Für die anstehende Kälteperiode ist auch erhöhte Vorsicht im Straßenverkehr notwendig, um die Unfallgefahr zu verringern. Bei Schnee und Eis sollten Verkehrsteilnehmer nur die geräumten und gestreuten Straßen nutzen und auf Winterreifen achten, empfiehlt der Straßenmeister. Auch müsse das schnelle Durchkommen der Winterdienstfahrzeuge jederzeit möglich sein.Falsch geparkte Fahrzeuge erschweren häufig den Winterdienst. "Das kostet uns wertvolle Zeit! Nur wenn der Winterdienst und alle Verkehrsteilnehmer gut zusammenarbeiten, kann die Sicherheit gewährleistet werden. Für Fragen rund um den Winterdienst steht der Bauhof unter Telefon 0961/39019-21 zur Verfügung.
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