Winterdienstler der Stadt sind auf ihren Posten - Vorerst aber nur in Muglhof und Neunkirchen ...
"Fahren, schippen, streuen und schuften"

Der Winter beginnt in Weiden wieder "oben am Berg". Nach Muglhof und Neunkirchen mussten in der Nacht zum Mittwoch die Winterdienstler vom Bauhof der Stadt Weiden mit ihren Fahrzeugen ausrücken. Streuen, um ein Unfall-Chaos, wie es in der Nacht zuvor aus Vohenstrauß gemeldet wurde, zu verhindern. Einige Zentner Salz rauschten dabei erstmals in diesem Winter durch die Maschinen, um die gefrierende Nässe und die dünne Schneedecke zu zersetzen.

Wie wird der Winter 2014/15? "Wüsste ich's, wär' ich ein Prophet", antwortet Straßenmeister Marc Badhorn, der als Sachgebietsleiter für den Winterdienst der Stadt Weiden verantwortlich zeichnet. "Trotz des Großeinsatzes war der letzte Winter sehr gnädig mit dem Bauhof-Mitarbeitern und mit der Stadtkasse." Der Bauhof jedenfalls sei wieder gut vorbereitet, versichert der 37-Jährige. Insgesamt sind 1300 Tonnen an Streusalz und 300 Tonnen Streusplitt eingelagert, um Engpässe bei der Nachlieferung von Streumitteln zu vermeiden. Ob diese Mengen ausreichen, werde sich im Laufe der nächsten Monate zeigen.

Bis zu 15 Mann sind bereit

Fünf eigene Lkw sowie zwei angemietete Fahrzeuge kann der Bauhof einsetzen. In der normalen Rufbereitschaft stehen 10 bis 15 Mann. Sind die absehbaren Behinderungen für den Straßenverkehr größer, gehen dann auch die Fußtrupps auf Tour, so dass insgesamt bis zu 60 Leute "fahren, schippen, streuen und schuften", betont Badhorn.

Drohen Schnee und Eis, müssen die Kontrolleure um 2.30 Uhr raus, um die neuralgischen Punkte im Stadtgebiet in Augenschein zu nehmen. Geben sie das Einsatzkommando rücken die Räum- und Streufahrzeuge aus. Sie haben eine vorgegebene Liste abzuarbeiten, auf denen die am stärksten gefährdeten Straßen entschärft werden müssen.

Seit Jahren setzt die Stadt sogenanntes Feuchtsalz ein, das schneller als Eis und Schnee auftaut, vor allem aber "kleben bleibt", wo es aufgebracht wurde. Normales Salz hingegen sei weniger effektiv und umweltschonend, da es schnell "verweht" werde und am Randstreifen lande.

Streusalz für Bürger tabu

Anders als der Bauhof dürfe der Bürger, der die Gehbahnen freihält, kein Salz verwenden. "Leider halten sich nicht alle daran", bedauert Badhorn. "Überall gibt's das Streusalz zu kaufen. Es macht die Bordsteine und das Pflaster kaputt." Er beobachtet, dass Bürger zunehmend ihre Winterdienst-Aufgaben einem Hausmeister-Service übertragen. "Die meisten von ihnen sind sehr zuverlässig." (Hintergrund)
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.