"Wir kommen kaum mehr rum"

Drei Fahrzeuge rücken derzeit täglich vom Bauhof in die Stadt aus: zum Gießen. "Trotzdem kommen wir kaum mehr rum", erklärt Stadtgärtnermeister Hans Gallersdörfer. "All die Bäume, Sträucher, Stauden, die Sommerblumen in Kübeln und der Erde brauchen Wasser. Aber all das Pflanzmaterial der Stadt können wir kaum mehr gießen." Teils würden schon Schäden an den Pflanzen sichtbar. Denn mit einer Kanne sei es oft nicht getan. "So ein Kugelahorn vor dem Alten Rathaus etwa braucht 100 Liter in der Woche." Das Wichtigste sei aber, die neu gepflanzten Bäume - bis fünf Jahre rückwärts - zu gießen. Ansonsten würden sie die Hitze nicht überleben. Zum Teil verwenden die Stadtgärtner zum Gießen sogar Sonden, um das Wasser ans Wurzelwerk zu bringen. Das Gießwasser komme großteils aus Brunnen am Stadtbad. "Und zur Not eben auch aus der Leitung."

Auch die Rosen in der Fußgängerzone bräuchten dringend Wasser. Sie zu gießen, schaffen die Stadtgärtnerei-Mitarbeiter derzeit nicht. Deshalb bittet Gallersdörfer die Bürger um Hilfe: "Zwei Gießkannen pro Woche würden reichen." Vielleicht könnten im Vorbeigehen auch verblühte Blüten abgezwickt und hereinhängende Äste zurückgebunden werden. Das würde sich Gallersdörfer genauso wünschen wie Regen.
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