Wirtschaftsschule: Jugendhilfeausschuss sieht nun auch Eschenbach gefordert
Sozialarbeit muss noch warten

Der Zusammenschluss der Gustl-Lang-Schule Weiden mit der Wirtschaftsschule in Eschenbach ist beschlossene Sache. Stadträtin Stefanie Sperrer sieht deshalb bei der Finanzierung eines Schulsozialarbeiters neben der Max-Reger-Stadt auch Eschenbach in der Pflicht. Bild: Hartl
Weiden. (ps) Die Wirtschaftsschule braucht einen Schulsozialarbeiter. Diese Auffassung vertritt das Jugendamt. Zwei Mal gingen bereits Anträge an das Bayerische Sozialministerium, die Schule in das Förderprogramm Jugendsozialarbeit mit aufzunehmen. Zwei Mal lautete die Antwort "Nein" (der NT berichtete). Nach dem tragischen Todesfall eines Schülers im Juli startete das Jugendamt einen dritten Versuch. Doch auch dieses Mal kam eine Absage zurück.

Demnach fällt eine Wirtschaftsschule nicht unter die entsprechenden Förderrichtlinien. Eine Ausnahmeregelung lehnt das Ministerium ab. Das Jugendamt empfahl deshalb die Einstellung eines Schulsozialarbeiters auf Kosten der Stadt.

Ein Vorschlag, den Stadträtin Stefanie Sperrer (CSU) am Mittwoch überraschend ablehnte. Denn bisher war sie - wie die übrigen Mitglieder des Jugendhilfeausschusses - dafür. Ihre Argumentation: "Der Antrag ist nicht mehr zeitgemäß." Durch den Zusammenschluss der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule Weiden mit der Wirtschaftsschule in Eschenbach sei die Stadt Weiden nicht mehr der alleinige Träger. Somit sei auch die Einstellung eines Schulsozialarbeiters nicht mehr alleinige Aufgabe der Max-Reger-Stadt. Diese Frage soll nun geklärt werden, dann wird der Antrag erneut diskutiert.
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