Wohlgefühl in Weiden-West

Neue Mitglieder und treue Mitglieder standen bei der SPD-Versammlung im Mittelpunkt. Senioren fühlen sich in Weiden-West besonders wohl. Aber auch das Thema Flüchtlinge beschäftigte die Genossen und ihre Gäste.

Weiden. (kzr) Drei neue Mitglieder hieß Vorsitzender Herbert Hammer bei der Mitgliederversammlung der SPD Weiden-West/Vorderer Rehbühl willkommen. Er überreichte das Parteibuch an Carola Idzinsky, Ingrid Frank-Riedl und Ronald Wesche. Für 45-jährige Mitgliedschaft erhielt Günther Merkl die Urkunde. Vier Jahrzehnte ist Erich Regler dabei, 30 Jahre Jürgen Rundag und 20 Jahre Bruno Ottorepetz. Rita Tischhöfer wurde für 15 Jahre geehrt.

Seniorenkonzept

In seinem Rückblick erinnerte Hammer an das gut besuchte Sommerfest. An zwei Infoständen brachte der Vorstand Interessierten aktuelle Themen näher. Eine Radtour führte durch die Ortsteile, es wurde die renovierte Fußgängerbrücke besichtigt und ein Infogespräch zum Erhalt der Hans-Schelter-Schule geführt.

Stadträtin Sabine Zeidler berichtete über die Ergebnisse des seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes der Stadt Weiden: "Im Vergleich zum übrigen Stadtgebiet fehlen im Stadtteil West zwar eine Poststelle und eine Apotheke, dafür sind die Bürger aber zufriedener als im restlichen Stadtgebiet." Insbesondere die gepflegte Nachbarschaft werde in Weiden-West hoch geschätzt.

In seinem abschließenden Referat sprach Gerald Bolleininger Empfindungen und Aussagen an, die von Bürgern an ihn herangetragen worden seien. So würden sich viele Menschen nicht trauen, kritische Aussagen über das Thema Flüchtlinge zu machen, um nicht gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden oder als Ausländerhasser zu gelten. Doch auch die Neubürger müssten sich mit der deutschen Kultur beschäftigen. Das Grundgesetz stehe über allem. Einige Bürger würden sich wünschen, dass die Sozialpädagogen den Asylbewerbern quasi Benimmregeln erläuterten sollten, berichtete Bolleininger. Sie müssten auch bestimmte Werte akzeptieren, wie Gleichberechtigung, Sprache, das Recht und das Grundgesetz.

Einer der Zurufer aus dem Zuhörerkreis forderte, dass auch Flüchtlinge Energie sparen und Mülltrennung lernen müssten: "Wir sind ein Land der Energiesparer. Strom aus statt stand-by." "Hier besteht Gesprächsbedarf", sagte Bolleininger. Es könne nicht angehen, dass Kritik unerwünscht sei. Er wolle nicht, dass durch Versäumnisse ein negativer Eindruck entstehe und so womöglich Rechtspopulisten sozial schwache Bürger aufhetzen würden. "Sozialneid ist ein besonderer Nährboden."

Den politischen Teil beendete ein Sketch von Petra Irlbacher und Sabine Zeidler, für den es viel Beifall gab.
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