Wohnungen für 56 Millionen

1323 Kaufverträge der Jahre 2013 und 2013 wertete Christine Stöckl, die Geschäftsführerin der Gutachterausschusses bei der Stadt Weiden, für die neue Bodenrichtwertkarte aus. Bild: Wieder

Das Pendel schlägt zurück - auf dem Immobilienmarkt. In den Jahren 2011 und 2012 kauften die Anleger "wie verrückt". Jetzt glätten sich die Wogen, beobachtet Christine Stöckl.

Die Geschäftsführerin des Gutachterausschusses bei der Stadt Weiden findet in der neuen Bodenrichtwertekarte für die Jahre 2013/14 jede Menge Überraschungen. "Richtig rund" ging's im Jahr 2012 in den Weidener Notariaten. Damals waren 542 Beurkundungen für Wohnungen zu meistern. Bei diesen Geschäften wechselten Wohnungen für 49,4 Millionen Euro den Eigentümer. Ein Ausnahmejahr.

Die Zahl der Beurkunden fiel 2013 deutlich auf 411 Verbriefungen (Wert: 26,5 Millionen Euro). Und dieser Trend zurück in die Normalität hielt auch 2014 mit 325 Beurkundungen und Wohnraum für 30,43 Millionen Euro an. 2011 meldeten die Notariate 439 Bekundungen. Wert der Immobilien: 35,46 Millionen Euro.

Grundstückspreise steigen

"Ausreißer nach oben" zeigen sich bei den Grundstückspreisen am Vorderen Rehbühl. Dort hob die gestiegene Bauträgertätigkeit das Preisgefüge auf 162 bis 175 Euro pro Quadratmeter. Im restlichen Rehbühl werden 140 bis 160 Euro pro Quadratmeter bezahlt. Die Bauträger-Aktivitäten "pushten" die Preise in der Innenstadt. Spitzenwerte von 330 Euro pro Quadratmeter Grund für Geschosswohnungsbauten wurden im Stadtteil Scheibe erreicht. In der Herzog- und Moltkestraße kehrte sich der Trend bereits um: Nach dem Hoch von 326 Euro vor zwei Jahren wurden 2013/14 nur noch 260 Euro pro Quadratmeter bezahlt.

Obwohl sich mit der Stadtgalerie die Geschäftslage in der Weißenburg-, Sedan- und Ringstraße verändert, blieben dort die Immobilienpreise in den vergangenen beiden Jahren "relativ stabil". Dies mag auch daran liegen, dass die Bodenrichtwertkarte als Grundlage für die Preisfindung diente. Allerdings zahlten dort Investoren stattliche 2200 Euro für einen Quadratmeter. In der Bahnhofstraße gilt: Je näher die Max-Reger-Straße rückt, umso wertvoller wird der Grund, beginnend bei 200 Euro, bis schließlich 550 Euro gezahlt werden. In der Max-Reger-Straße (1a-Lage) werden 1380 Euro fällig. Am Oberen Markt zahlen Investoren 875 Euro pro Quadratmeter.

In den begehrten Wohngebieten ist offenbar die Schmerzgrenze erreicht, beobachtet Christine Stöckl: Im Schirmitzer Weg zahlen Investoren nur vier Euro mehr als vor 2013 und damit 202 Euro pro Quadratmeter. Am Kirchsteig bleibt's bei 236 Euro pro Quadratmeter. Die größten Preissprünge vermeldet der Gutachterausschuss aus Weiden-Ost. Durchschnittlich katapultierten sich die Preise in Böhmerwaldstraße und Fuchsenweg von 236 auf 260 Euro.

Um etwa 5 Euro kletterten die Preise im Gewerbegebiet Westlich Neustädter Straße. Sie liegen nun zwischen 61 und 70 Euro. In fast sämtlichen Industrie- und Gewerbegebieten bleiben die Grundstückspreise stabil. Das stadtnahe Areal an der Leimberger Straße kostete zwischen 102 und 117 Euro pro Quadratmeter. Leicht steigende Preise vermeldeten die Kleingärten und Weidener Dorfgebiete.

Um 5 bis 10 Euro gestiegen sind die Grundstückspreise am Hammerweg auf nunmehr 130 bis 135 Euro pro Quadratmeter. Dieser Trend gilt auch für Bauland in den Krummen Äckern. Hier greifen Bauherren bei 150 Euro (plus 10 Euro) zu.
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