Wolfgang Herzer und Veit Wagner hoffen auf mehr Anerkennung für den Autor
Eine Straße für Behnisch

Veit Wagner (links) und Wolfgang Herzer. Bild: Kunz
Es sei an der Zeit, in Weiden eine Straße nach Franz Joachim Behnisch zu benennen. Das fanden Zuhörer und Referenten in der ehemaligen Kirche St. Augustin. Person und Werk des Weidener Schriftstellers sollten eine größere und breitere Wertschätzung erfahren. Veit Wagner und Wolfgang Herzer hatten zum literarischen Abend mit Werken Behnischs eingeladen.

Behnisch wuchs in Berlin auf. Nach Abitur und Arbeitsdienst ging er an der Hochschule für Lehrerbildung in Frankfurt/Oder. Danach begann er sein Studium der Germanistik, Biologie und Geschichte. Gegen Kriegsende geriet er als Infanterist in russische Gefangenschaft. Nach der Entlassung und einem weiteren Studium arbeitete er von 1952 bis 1979 als Lehrer für Deutsch und Geschichte an der Oberrealschule in Weiden, dem jetzigen Kepler-Gymnasium. An der Universität Würzburg promovierte er zum Doktor der Philosophie.

Wagner und Herzer lasen aus unterschiedlichen Werken. Einerseits, um die Person Behnischs, andererseits um sein literarisches Können zu verdeutlichen. Der Tod von Ehrentraud Dimpfl im Juli diesen Jahres war ein Grund, auch einige jener Texte vorzutragen, die ihr gewidmet waren. Dimpfl, ebenfalls Lehrerin am "Kepler", war für die posthume Veröffentlichung verantwortlich.

Nach der Lesung erwartete die Besucher eine Überraschung. Sie durften sich aus einer großen Kiste einige Bändchen von Benischs Werken aus dem Nachlass mitnehmen. Man war sich einig, dass die Werke in der Regionalbibliothek stärker präsent sein sollten. Dies wäre durch Schenkungen aus dem Nachlass möglich. Auch wäre es denkbar, dass die Homepage der Stadt auf Behnisch verweise und dass dort Beispiele seines Denkens und seines sprachlichen Könnens einzusehen seien.
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