Wolfsgeheul zum Geburtstag

Volles Haus, viel Applaus: Für ihre "Erste Weidener Rauhnacht" bekamen die Nordoberpfälzer Musikfreunde und Moderator Karl-Heinz Deisinger (rechts) viel Lob. Bilder: hcz (2)

Ein Fest der Volksmusik stieg am Samstag im "Strehl". Obwohl es eigentlich erst ab Mitternacht etwas zu feiern gegeben hat. Da wurden die "Nordoberpfälzer Musikfreunde" (NOM) 25 Jahre alt.

"Wir hätten doch d' Max-Reger-Hall' braucht": Der Stoßseufzer von Moderator Karl-Heinz Deisinger traf es auf den Punkt. Lange vor Beginn der "Ersten Weidener Rauhnacht" der NOM war die Gaststätte hoffnungslos überfüllt. Mit weit über 200 Besuchern, wo sonst nur gut 100 reinpassen. Viele, die nicht ein, zwei Stunden zu früh da waren, mussten leider wieder gehen, da sie keinen Platz mehr fanden.

Mit schaurig-schönem Wolfsgeheul begann die Veranstaltung: NOM-Vorsitzender Horst Fuchs erklärte den Gästen, dass die "Zeit zwischen den Jahren", die Nächte zwischen 24. Dezember und 6. Januar, "Rauhnächte" hießen. Dann übernahm Deisinger und führte durch ein volksmusikalisches Potpourri, das es noch selten in Weiden gegeben hatte. Die "Busheisl- Musik" (Hans Fröhlich und Stefan Scheufler) stimmte mit der "Stodelpolka" und der "Präsespolka", einer Erinnerung an den verstorbenen Präses Franz Ettenreich, auf den Volksmusikabend ein.

Die "Original Oberkrainer Freunde" (Leitung: Gerald Kliebhan) erinnerten mit Klarinette, Trompete, Steirischer, Gitarre, Bariton und Kontrabass an Slavko Avsenik. "Schöne Urlaubszeit", "Seerosenwalzer" und die "Andrea Polka" begeisterten. Deisinger gab zusammen mit Theo Helgert, einem "Urgestein der Weidener Volksmusikszene", die "Fuchsgrabenpolka", "Marschenka" und viele weitere Melodien zum Besten.

Thomas Fritsch und Sandro Meier, laut Deisinger "Quetschn-Spieler mit einer Technik, wo einem schwindlig wird", brachten gemeinsam mit Kliebhan am Kontrabass, den "Gau-Boarischen", die "Rosi Polka" (gemünzt auf "Höhe 309"-Chefin Rosi Polland) und den "Dauerwellen-Walzer" ("für alle Glatzköpfe"). Zustimmung aus den Reihen des Publikums erfuhren die "Seebauer-Moidln" Marille Kett und Marga Roßmann für ihre musikalische Feststellung "Für mi fangt a Ma bei 90 Kilo a".

David Hoffmann (18) und Patric Gensing (23) waren die "Youngsters" an diesem Abend. Sie traten als "Sound Pur" auf und spielten wie "junge Wilde", so Moderator Deisinger. Mit Gitarre, Steirischer und Gesang gefielen Erhard, Klaus und Elfriede Süß aus Georgenberg. Dem "Land Tirol die Treue" zu halten, versicherte mit Bass, Akkordeon, Tuba und Knopfharmonika die "Mühlschleif Musi" unter der Leitung von Dr. Harald Piehler (Moosbach). Der als "Schimmeltreiber" bekannte Horst Maschke unterhielt zwei Mal mit humorvollen Anekdoten in Oberpfälzer Mundart. (Hintergrund)
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