Wunsch nach mehr Akzeptanz - Freistellungen oft ein Problem für Arbeitgeber
Reservisten als Rückgrat

Trotz knapper Ressourcen stehen die Reservisten zur Bundeswehr. MdB Albert Rupprecht (rechts) sicherte dem Verband die mögliche Unterstützung aus Berlin zu. Von links: Von der Reservistenkreisgruppe Oberpfalz-Nord Gabriel Papadopoulos, Horst Peter Zielonka, Michael Filchner, Prof. Dr. Friedwart Lender als Reservistenlandesvorsitzender Bayern, Bruno Salomon und Kreisorganisationsleiter Günter Bogner. Bild: Dobmeier
Die Flüchtlingsströme zeugen von den kriegerischen Krisenherden, die es heute immer noch weltweit gibt. Nach dem Wegfall der Wehrpflicht sei es wichtig, den Stellenwert der Bundeswehr zu erhalten. Daran sind auch die Reservisten beteiligt, die sich im Ernstfall als Rückgrat sehen und sich manchmal mehr Akzeptanz wünschen.

In der Ostmarkkaserne trafen sich Mitglieder der Reservistenkreisgruppe Oberpfalz-Nord zusammen mit dem Landesvorsitzenden des Reservistenverbandes, Oberstleutnant der Reserve Prof. Dr. Friedwart Lender, und dem Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (CSU) auf Einladung von Kreisorganisationsleiter Günter Bogner. Probleme gebe es mit den Schießzeiten in der Standortschießanlage, erläuterte Bogner. Erfreulich sei am Standort Weiden die hohe Akzeptanz von Soldaten durch die örtliche Bevölkerung.

Beim Ausbildungsstand werde an die Reservisten der gleiche Anspruch gestellt wie an die aktuellen Soldaten. Eine Differenzierung sei hier wünschenswert, denn der Bedienstete einer Behörde oder Mitarbeiter eines Betriebes brauche keine 100 Meter unter 14 Sekunden zu laufen.

Für viele Arbeitgeber sei die Freistellung von Reservisten ein Problem. Die Kameraden und Rupprecht dankten allen Unternehmen und Ämtern, die sich offen für das Gemeinwohl zeigen und die Beschäftigten für Übungen freistellen. Die Reservisten erhalten dafür den ausgefallenen Lohn. "Aber bei der Rentenversicherung wird der Prozentsatz von 60 Prozent eines Durchschnittsgehaltes angerechnet, was Spitzenverdiener benachteiligt", erläuterte Prof. Dr. Lender. Hier gelte es, Anreize zu setzen.

Rupprecht möchte die Themen an die Minister oder Staatssekretäre herantragen.
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