Zahl der weißen Blutkörperchen steigt - Sechsjähriger ist nach Knochenmarktransplantation noch ...
Robin kämpft wie ein Tiger

Robin sitzt noch nicht ganz obenauf. Aber mit dem leukämiekranken Jungen geht es - drei Wochen nach der Knochenmarktransplantation - weiter bergauf. Die Isolierstation verlassen darf er natürlich noch nicht. Viele Bürger aus der Region haben sich seinetwegen an der Typisierungsaktion beteiligt und drücken ihm die Daumen. Bild: privat
Weiden. (ps) Mundschutz, Kittel, Handschuhe anziehen. Für Robins Mutter ist das nach rund drei Wochen ein gewohnter Vorgang. Erst dann darf sie durch die Schleuse zu ihrem Sohn. Der Sechsjährige liegt im Universitätsklinikum Regensburg noch immer auf der Isolierstation. Am 6. August hat er eine Knochenmarktransplantation erhalten. "Jetzt geht es langsam aufwärts", berichtet Katharina Gorka. "Seit Sonntag steigen seine Werte, das heißt, seine weißen Blutkörperchen vermehren sich langsam."

Die Ärzte sind nach ihren Angaben mit der Entwicklung zufrieden. "Es läuft. Aber es dauert halt", berichtet die 28-Jährige. Jetzt heißt es aufpassen. Robin darf keine Infektion bekommen. Dafür wäre sein Immunsystem noch zu schwach. Der Bub wird deshalb von den Ärzten ständig überwacht. "Damit sie gleich reagieren können, wenn sie etwas feststellen", sagt Katharina Gorka. Zwischen dem 14. und dem 18. Tag nach der Operation wird der Anstieg der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) erwartet: Sonntag, als Robins Werte erstmals stiegen, war der 17. Tag. Gute Neuigkeiten also. Trotzdem ist natürlich noch Vorsicht angebracht. Maximal fünf Personen dürfen den kleinen Robin in dieser sensiblen Phase in seinem Isolierzimmer besuchen. Katharina Gorka ist werktags täglich vor Ort. An den Wochenenden wird die Alleinerziehende von Robins Vater abgelöst. Einmal die Woche kommen außerdem Oma, Opa und Tante zu Besuch.

Mit einem Laptop, Fernsehen, Malen und Ballspielen mit Luftballons sorgt die Mutter dafür, dass es Robin nicht langweilig wird. Der ist - trotz all der Strapazen - gut drauf. "Er macht noch immer seine Scherze mit Ärzten und Schwestern." Katharina Gorka blickt angesichts der jüngsten Entwicklung optimistisch in die Zukunft. Sie geht davon aus, dass Robins Werte ab jetzt sprunghaft steigen. "Wenn drei Tage in Folge über 1000 Leukozyten gemessen werden, ist die nächste Etappe geschafft."
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