"Zeig' jetzt dein Gesicht"

"Weiden ist bunt" und "Weiden zeigt Gesicht". Im Neuen Rathaus ist die Porträt-Ausstellung eröffnet worden. OB Kurt Seggewiß tanzt Fremdenfeindlichkeit einfach weg - zur Begeisterung der Gruppe "Fire of Hearts". Bild: sbü

Die Weidener haben sich nicht nur fotografieren lassen. Sie sind auch zur Ausstellungseröffnung gekommen. Der Andrang war groß. Alle wollten die Aktion gegen Fremdenhass noch einmal persönlich unterstützen. So entstand eine grandiose Vernissage.

Weiden. "Zeig' jetzt dein Gesicht, damit es deine Stadt jetzt spürt. Jedes Lächeln ist ein Licht, das uns Menschen zusammenführt", sang Hubert Treml zur Eröffnung der Ausstellung "Gesicht zeigen" im Foyer des Neuen Rathauses. Treml präsentierte drei neue Lieder, die er für diese Ausstellung geschrieben hatte. Doch das war nur ein Teil eines munteren Programms.

Mehrfach großen Beifall bekam die Tanzgruppe "Fire of Hearts" unter der Leitung von Nilgün Küpür. Orientalische Tänze in farbenprächtigen Kostümen luden zum Mitmachen ein. Auch OB Kurt Seggewiß konnte dem Rhythmus nicht widerstehen. Insgesamt war viel Aufbruchstimmung gegen Fremdenhass zu spüren. Nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit Musik, Tanz und Lebensfreude. "Zeigen Sie Ihr Gesicht" hieß die Aufforderung des Aktionsbündnisses Weiden ist bunt. Und über 800 Menschen hätten sich ablichten lassen, berichtete Veit Wagner als Sprecher des Bündnisses. Eine "sehr öffentliche Verpflichtungserklärung" nannte Wagner die Beteiligung der vielen Menschen. Er forderte zur Beteiligung am Projekt "Gesicht zeigen" auf der Homepage des Bündnisses auf. "Schon 32 Personen haben sich dort mit ihrem Porträt und einer Stellungnahme in die Öffentlichkeit des Internets gestellt oder gewagt."

"Gesicht zeigen hat auch mit Mut zu tun", ergänzte Wagner. Wagner bedankte sich bei Raimunda Brusokaite und Sebastian Flaschel. "Sie haben die Ausstellung mit allen ihren Helfern wesentlich zuwege gebracht". Mitte Juli 2014 sei die Idee für ein solches Projekt entstanden, erinnerte Raimunda Brusokaite. Fördermittel des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" wurden bewilligt. Unterstützung hätte es auch von den Rotariern gegeben. "Wir waren an Schulen, Seniorenheimen, bei Vereinen und bei Veranstaltungen." Jedes Bild habe seine Geschichte, es sei auch viel diskutiert worden. "Ich bin froh, dass wir in einer bunten Stadt leben und ich ein Teil dieser Stadt sein darf", beschrieb die Initiatorin ihre Erlebnisse.
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.