Zeugen in Amsterdam befragt

Über drei Stunden hat die 1. große Strafkammer am Donnerstag im Gericht in Amsterdam zwei Zeugen im Betrugsfall Wolfgang S. vernommen. Dann hatten Landgerichtspräsident Walter Leupold, Richter Markus Fillinger, Staatsanwalt Hans-Jürgen Schnappauf und die Verteidiger Jörg Jendricke und Helmut Miek all ihre Fragen gestellt. Kernpunkt: Hat oder hatte die ING Bank in Amsterdam Kontakt mit dem angeblichen Multimillionär Wolfgang S. aus Mallorca?

Der 68-Jährige hatte seine "Sponsoren" unter anderem mit seinem angeblichem Schriftverkehr mit der ING Bank bei der Stange gehalten. Etliche Mails sollten belegen, dass sein zwei- oder gar dreistelliges Millionenvermögen demnächst aus Amerika in Europa eintreffen werde. Wahr oder falsch?

Landgerichtssprecher Fillinger wollte ohne Zustimmung der Anwälte am Donnerstagabend nichts zum Ergebnis der Vernehmungen sagen. Wohl aber, dass man wirklich alle denkbaren Szenarien durchgespielt habe. Befragt wurde ein leitender Jurist der Bank. Außerdem der Beamte des Rechtshilfezentrums der niederländischen Hauptstadt. Am späten Abend befanden sich die Vertreter der Weidener Justiz auch schon wieder auf dem Rückflug.

Der Prozess wegen Millionenbetrugs geht am Montag, 9 Uhr, in Weiden weiter. Inzwischen sind 36 Verhandlungstage terminiert.
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