Zivilbeschäftigte der US-Armee: Verdi fordert 120 Euro
Nicht nur 1,3 Prozent

Dirk Stockfisch, Wolfgang Dagner und Alexander Gröbner (von links) machen sich für ein Lohnplus von 120 Euro für die Zivilbeschäftigten der Stationierungsstreitkräfte stark. Bild: hfz
Grafenwöhr/Fensterbach. In der zweiten Tarifverhandlungsrunde für die Zivilbeschäftigten bei den Stationierungsstreitkräften (SSK) in Mainz boten die Arbeitgeber eine Lohnerhöhung von 1,3 Prozent an. Damit blieben sie weit hinter der Verdi-Forderung nach einer einheitlichen Erhöhung um 120 Euro zurück. Bei der Verdi-Tagung des Landesfachbereichsvorstands Bund/Länder in Fensterbach haben sich Wolfgang Dagner (Vorsitzender der Fachgruppe SSK), Geschäftsführer Alexander Gröbner und Betreuungssekretär Dirk Stockfisch über das weitere Vorgehen in der Oberpfalz mit den drei Standorten Grafenwöhr, Hohenfels und Vilseck verständigt.

Die Arbeitgeber verwiesen auf das US-Haushaltsrecht: Ein Festbetrag sei deswegen unmöglich. Gleiches gelte aufgrund der Haushaltslage auch für die geforderte Höhe, berichtete der Gewerkschaftler. Nach Verdi-Informationen stünden in den amerikanischen und britischen Teilbudgets, aus denen die Gehälter in Deutschland gezahlt werden, zusätzlich zu den Einsparungen aufgrund niedriger Energiekosten 13,5 Prozent mehr zur Verfügung. Möglich mache dies der niedrige Wechselkurs. Trotzdem wollten die Arbeitgeber die Zivilbeschäftigten nach Jahren des Stillstandes (2010 bis 2013) noch einmal um fast zwei Prozent von der allgemeinen Lohnentwicklung abkoppeln, kritisierte Stockfisch. Die dritte Verhandlungsrunde ist am 20. und 21. Oktober in Bonn.
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