Zoll: Der Service bleibt auf jeden Fall

"Wir registrieren eine Verunsicherung unserer Mitgliedsunternehmen", erklärt Wolfgang Eck, der Geschäftsführer des IHK-Gremiums Weiden. Ursache: die Berichte zur drohenden Auflösung der Zollämter in Waidhaus und Weiden. "Als Vertreter der regionalen Wirtschaft" weist das IHK-Gremium deshalb darauf hin, "dass aus Sicht der Unternehmen kein Grund zur Besorgnis besteht".

Wie Eck mitteilt, habe sich die Kammer frühzeitig mit dem zuständigen Hauptzollamt in Regensburg in Verbindung gesetzt und eine Stellungnahme zu den Vorhaben erhalten. "Demnach blieben die Zolldienststellen Waidhaus und Weiden weiterhin bestehen, sollen jedoch organisatorisch dem Zollamt Amberg zugeordnet werden. Das bislang tätige Personal verbleibe vor Ort, werde seine Aufgaben aber unter anderem als ,mobile Abfertigungsstelle' wahrnehmen." Eine endgültige Entscheidung seitens des Bundesfinanzministeriums werde nicht vor Mitte des Jahres 2015 erwartet.

Eck: "Die für Unternehmen wichtigste Mitteilung der Stellungnahme lautet, dass sich keinerlei Auswirkungen auf die bestehende Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Zollverwaltung ergeben und die Finanzverwaltung weiterhin flächendeckenden und flexiblen Service anbieten wird."

Wie berichtet, erachtet die Gewerkschaft die Lösung mit der "mobilen Abfertigung" (Zollbeamte kommen direkt zu den Betrieben) als nicht zweckmäßig - die Mitarbeiter seien dafür zu alt. Die Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht (CSU) und Uli Grötsch (SPD) halten die Zollämter für unverzichtbar und setzen sich für ihren Erhalt ein. Der Weidener Stadtrat forderte jüngst selbiges in einer Resolution.
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