"Zu Ehren der Demokratie"

"Ich komme hierher, weil es mir eine Ehre ist", sagte Aristoteles Kakogeorgiou (76) aus Thessaloniki. "Ich bin trotz eines Muskelrisses ein Teilstück gelaufen. Und zwar zu Ehren der Demokratie, zu Ehren des Tages der Deutschen Einheit und zu Ehren der Griechen." Der Mann, der in seinem Leben mittlerweile 508 Marathonläufe absolviert hat, freut sich besonders darüber, dass in Etsdorf noch die historisch korrekte Distanz zwischen Athen und Marathon über 38,5 Kilometer gelaufen wird.

Die international anerkannte Streckenlänge von 42,195 Kilometern geht laut Kakogeorgiou auf einen Fehler bei den Olympischen Spielen von 1908 zurück. Damals habe die Königin von England darauf bestanden, dass der Lauf vor der königlichen Loge endet. Die Organisatoren hätten die Distanz dann einfach entsprechend verlängert. Der 76-Jährige war beim bayerisch-griechischen Freundschaftsfest ein gefragter Gesprächspartner. Genauso wie Tobias Plößl, der Sieger in der Kategorie Halbmarathon/Männer. Plößl gönnte sich eine Stunde Pause und lief dann noch als Schlussläufer einer Staffel die 9,5 Kilometer in 35 Minuten. (upl)
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