Zu viel Müll gespendet

Vorsitzender des Caritas-Kreisverbands bleibt Tobias Konze (Sechster von rechts). Im weiteren Vorstandsteam gab es kaum Veränderungen. Bild: Kunz

Die Caritas freut sich über Spenden. Aber nicht über jede. In der Kleiderkammer werde viel "Müll" abgegeben, klagt Geschäftsführer Bernhard Uhl.

Die Caritas Weiden-Neustadt hat jetzt einen Caritasrat. Bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend wurden Alois Lukas, Johann Schlosser und Konrad Spiegler in das Gremium gewählt. Tobias Konze bleibt Vorsitzender. Für Pfarrer Andreas Uschold rückte Stadtpfarrer Markus Schmid als Stellvertreter nach. Dem Vorstand gehören ferner Pfarrer Alfons Forster, Diakon Anton Feil, Ludwig Stoll und Ferdinand Meier an.

Gezielt helfen

Geschäftsführer Bernhard Uhl appellierte an die Bevölkerung, Flüchtlinge nicht mit Kleiderspenden zu überschwemmen. "Die haben alle eine Grundausstattung." In der Vergangenheit sei viel "Müll" in der Kleiderkammer abgegeben worden. "Spenden Sie bitte gezielt und auf Anfrage hin!" Und: "Stellen Sie uns nicht Sachen vor die Tür, die nicht verwertbar sind."

Die Zahl der Asylbewerber sei wieder im Steigen begriffen, betonte Uhl. Zur Betreuungssituation fänden regelmäßig Gespräche mit den Verantwortlichen bei der Stadt Weiden statt. Ein Antrag der Diakonie auf eine weitere Fachkraft sei ab Januar 2014 genehmigt worden. Die sozialpädagogische Familienhilfe habe 11 Weidener und 19 Landkreisfamilien betreut. Die Arbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtpflege befürchte eine Streichung der Investitionskostenzuschüsse der Kommunen. Die Migrationsberatung der Caritas stehe allen Zuwanderern ab 27 Jahren zur Seite. "Wir bieten individuelle Orientierungshilfe und begleiten auf dem Integrationsweg."

Das Ziel des Sonnenzuges sei in diesem Jahr Gunzenhausen gewesen. Für nächstes Jahr überlege man sich zum 40. Jubiläum etwas Besonderes. Ein weiteres Thema war der Kontakt zu Selbsthilfegruppen. In der Straffälligenhilfe würden im dreiwöchigen Abstand Sprechstunden in der JVA angeboten. Im Jahresverlauf hätten sich 30 Strafentlassene an den Kreisverband gewandt. Zur Straffälligenhilfe zähle auch der Kontakt zu den Angehörigen.

Gemeinsam mit dem Diakonischen Werk habe man auch 2013 wieder eine Weihnachtsfeier für Alleinstehende organisiert. 80 Gäste kamen dazu in die Cafeteria des Klinikums. Im Oktober 2013 habe der Kreisverband sein 50-jähriges Bestehen gefeiert. Als Vertreter in die Vertreterversammlung des Caritasverbandes der Diözese Regensburg wurden Tobias Konze, Bernhard Uhl, Ramona Pfaff, Johanna Schüller und Martin Kneidl gewählt.
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