Zukunft der Gymnasien

Sie trafen sich zu einem Meinungsaustausch über die Zukunft der Gymnasien (von links): "Augustinus"-Schulleiter Helmut Matejka, Ministerialbeauftragter für die Gymnasien der Oberpfalz, Paul Lippert, Harald Krämer (VHS Weiden) und MdL Tobias Reiß. Bild: hfz

Die Diskussion um die Gestaltung des Gymnasiums hat sich zu einem politischen Dauerstreit entwickelt. Neu im Gespräch: Die "Mittelstufe plus" oder der individuell wählbare G9-Zug. Am Augustinus-Gymnasium holte sich MdL Tobias Reiß Rückmeldungen aus der Schulpraxis.

Schulleiter Helmut Matejka hatte zu diesem Meinungsaustausch noch den Ministerialbeauftragten für die Oberpfälzer Gymnasien, Paul Lippert, und den Leiter der Offenen Ganztagsschule, Harald Krämer, hinzugebeten. Der positive Tenor aus Schulsicht: Die Gymnasien sind sicher überwiegend nicht gegen das Modell eines flexiblen G-9 in der Mittelstufe. Organisatorisch sei das für die meisten Gymnasien keine zu große Hürde. Voraussetzung ist allerdings eine großzügige Mittelausstattung mit Lehrerstunden für zusätzliche Klassen- und Gruppenbildung, so Matejka zusammenfassend.

Ausgiebig diskutiert wurde auch die Thematik "Ganztagsschule". Erfahrungen in der Oberpfälzer Gymnasial-Landschaft zeigten, dass das Modell der "gebundenen Ganztagsschule" von Eltern und Schülern in der Mittelstufe nicht angenommen wird und auch in der Unterstufe rückläufig ist, wie der Ministerialbeauftragte Paul Lippert anmerkte.

Offene Ganztagsschule

Am "Augustinus" setzt man seit Jahren auf die "Offene Ganztagsschule". Hierzu hat man für die Schüler ein individuell buchbares Modell mit großer Wahlfreiheit entwickelt, das erfreulich gut angenommen wird. Man sei auf einem guten Weg, das freiwillige Angebot der Ganztagsschule zu einer festen Säule im Schulprofil zu verorten, so Harald Krämer vom schulischen Partner Volkshochschule.

Im mehrstündigen Gespräch zeigte sich ein Bedarf an einer Vertiefung der angesprochenen Themen, weshalb man weitere Kontaktgespräche auf Schulleiter-Ebene verabredete. Lippert warb abschließend nochmals eindringlich dafür, die Erfahrungen der Schulleiter bei der Umsetzung des Konzepts der "Mittelstufe plus" mit zu berücksichtigen. Nur so komme das Gymnasium in ruhige Bahnen und habe eine gesellschaftlich wertgeschätzte Zukunft.
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