"Zum Nichtstun verdammt"

Ein Problem mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen gab Teamleiter Klaus Gredinger den SPD-Politikerinnen mit auf den Weg: "Die Betriebe sind den Jugendlichen gegenüber sehr aufgeschlossen. Aber die Ausländerbehörden arbeiten da scheinbar nach eigenen Richtlinien, und die Kammern scheinen teilweise nicht informiert." Laut Kammern sei es schwierig, einen Ausbildungsvertrag über dreieinhalb Jahre zu unterschreiben, wenn der Jugendliche keine langfristige Duldung habe.

Abgeordnete Annette Karl zeigte Verständnis dafür, dass Arbeitgeber unter diesen Umständen vor einer langfristigen Bindung zurückscheuen. Sie betonte aber auch: "Momentan sind die jungen Leute zum Nichtstun verdammt. Das ist das Schädlichste, was passieren kann." Wenn die jungen Leute schon in der Bundesrepublik seien, "dann brauchen sie auch unsere Hilfe". (ps)
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