Zur Familie bitte recht freundlich

IHK, Gewerkschaft, Lions und andere sind zum Pressegespräch in der Arbeitsagentur Weiden nochmals zusammengekommen, um zur Beteiligung am Wettbewerb "Familienfreundliches Unternehmen" aufzurufen. Bild: sbü

Es ist kein normales Preisausschreiben. Eine breite Koalition von Organisationen hat sich zusammengetan und veranstaltet einen Wettbewerb. Gemeinsam sucht die Region die familienfreundlichsten Betriebe. Das geht alle an, schließlich ist es ein zentrales Zukunftsthema. Viel Ehre gibt es für die Sieger.

Familienfreundlichkeit zählt längst zu den Megathemen unserer Gesellschaft. "Mach ich doch schon längst" sagen die meisten Unternehmer und Personalchefs. Wenn aber Mitarbeiter mit Kindern befragt werden, bekommt man oft andere Antworten. Tatsächlich liegt noch manches im Argen. Doch das soll sich nun ändern. Eine breite Koalition hat sich zusammengefunden um in der Region familienfreundlichere Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Gewerkschaft, die Kammern aus Industrie, Handel und Handwerk, Stadt Weiden und Landkreis Neustadt/WN sowie die Lions aus beiden Regionen sowie Arbeitsagentur und Hochschule haben sich unter dem Dach des Bündnisses für Familie versammelt. Dieser Koalition geht es nicht nur um Sozialpolitik, sondern generell um die Zukunft unserer Betriebe. "Weiche Faktoren werden entscheidend sein, ob zukünftig ein Betrieb noch genügend Fachkräfte hat" sagt stellvertretend für diese Koalition Sandra Hennig von der IHK Regensburg. Und Lions-Vertreter Michael Richthammer ergänzt, "dass sich die Region positionieren soll", damit auch Mitarbeiter mit Familie im Beruf keine Nachteile hätten.

Besser sichtbar machen

Um dies alles zu erreichen, hat sich diese breite Koalition entschlossen, den Wettbewerb "Familienfreundliches Unternehmen 2015" erstmals in der hiesigen Region auszuschreiben. "Viele tun ja schon viel" sagen Margot Salfetter, Monika Langner und Barbara Mädl als Vertreterinnen von Arbeitsagentur, Stadt Weiden und Landkreis Neustadt/WN im Bündnis für Familie. Doch mit diesem Wettbewerb soll dies "für alle besser sichtbar" gemacht werden. Und selbstverständlich hoffen die Initiatoren des Wettbewerbs, dass "positive Beispiele manch andere mit Nachholbedarf anstecken". Auch Helmut Fiedler versprach für den DGB "volle Unterstützung des Anliegens".

Die Initiatoren des Wettbewerbs für mehr Familienfreundlichkeit baten jetzt in einer gemeinsamen Pressekonferenz die Betriebe im Landkreis Neustadt und der Stadt Weiden um Beteiligung und Bewerbung. Erfolgsgeschichten sollen dabei öffentlich gemacht werden und Ideen in die Breite getragen werden. Drei Gruppen werden unter den Teilnehmern gebildet und gesondert mit dem Johanna-Frank-Preis ausgezeichnet: Betrieb bis 20 Beschäftigte, von 20 bis 100 und diejenigen über 100. Der Bewerbungsbogen und alle Informationen zum Wettbewerb sind der Homepage des Bündnisses für Familie www.zukunftfuerfamilie.de zu entnehmen. Einsendeschluss ist der 15. Februar 2015.

Im Pressegespräch wurde auch ausdrücklich darauf hingewiesen, dass "es nicht der Betriebskindergarten sein muss, der Familienfreundlichkeit beweist". Gerade kleinere Betriebe hätten oft ganz andere Ideen. Und dass Familienfreundlichkeit nicht nur in Richtung Kinder zu sehen sei, sondern auch die Pflege alter Menschen betreffe, kam ebenfalls zum Ausdruck.

Festakt am 15. Juli

Wer ausgezeichnet wird, entscheidet eine Jury. Ihre Mitglieder sind Michael Richthammer vom Lions Club Weiden, Florian Schott vom Lions Club Neustadt/WN, Heike Braun vom BIZTEAM, Monika Langner, Barbara Mädl und Margot Salfetter vom Bündnis für Familie, die Wirtschaftsförderer aus Weiden und Neustadt, Cornelia Fehlner und Hermann Ach, Kreishandwerksmeister Karl Arnold, Sandra Hennig von der IHK Regensburg, OTH-Referent Dr. Wolfgang Weber und Helmut Fiedler vom DGB Bayern. Die Preise werden von Staatsministerin Emilia Müller in einem feierlichen Festakt am 15. Juli 2015 verliehen.
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