Zurück in Weiden: Robin nach Transplantation aus Klinik
Endlich Alltag

Es geht bergauf. Der an Leukämie erkrankte Robin durfte am Sonntag nach seinem Klinikaufenthalt wieder nach Hause. Im Kinderzimmer warteten Geschenke auf den Sechsjährigen. Die Unterstützung aus der Bevölkerung für die Familie ist unterdessen ungebrochen, erzählt seine Mutter. Bild: hfz
Die Tür fliegt auf. Und kurz danach ein langer, lauter Freudenschrei. Es ist Sonntag, als Robin Gorka endlich wieder nach Hause, endlich wieder in sein Kinderzimmer darf. Mehr als fünf Wochen ist es her, dass er das letzte Mal da war. Fünf Wochen, in denen der an Leukämie erkrankte Sechsjährige die meiste Zeit auf der Isolierstation des Universitätsklinikums Regensburg lag. In denen er eine Chemotherapie und schließlich eine Knochenmarkspende bekam. In denen sich am Ende seine Werte so sehr besserten, dass er nun nach Hause entlassen wurde.

Sie hatten ein bisschen was vorbereitet für den großen Tag, erzählt Mutter Katharina Gorka. Lego und solche Sachen. Aber die Geschenke waren natürlich nicht der eigentliche Grund für den Freudenschrei. Der war viel banaler: Normalität. Freilich, bis Robin wieder das Leben eines typischen Sechsjährigen führen kann, wird noch einige Zeit vergehen. Noch muss er Medikamente schlucken, einen Mundschutz tragen, sollte er unter Leute gehen. Noch immer besteht die Gefahr, dass es Abstoßungsreaktionen gibt, dass erneut ein Rückfall kommt. Das ist seiner Mutter bewusst, deshalb werde da immer ein Stück Angst bleiben. Aber für den Moment überwiegt anderes: "Man fühlt sich befreit." Und Robin erst.

Die Tage in Isolation waren hart. Danach durfte er mit seinem Vater in einer Einrichtung neben dem Klinikum übernachten - endlich mal nicht mehr Krankenhaus. Schon da "war er wie ausgewechselt", sagt Katharina Gorka. Und nun also wieder zu Hause. "Robin ist richtig happy." Und er ist in der schweren Zeit ein bisschen erwachsener geworden, hat seine Mutter beobachtet. Ganz abgesehen davon, dass er sich einen erstaunlichen Wortschatz an medizinischen Fachbegriffen zugelegt hat.

Aber jetzt interessiere ihn erst einmal anderes. Endlich wieder nach draußen gehen, Flugzeuge und Hasen bestaunen. Vielleicht mal einen Kindergarten-Freund einladen. Oder mit der Mutter Lego spielen. Alltag halt. Und ein guter Grund für einen Freudenschrei.
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