Zustand sehr kritisch

Dem Provisorium droht das Ende. Die Brücke, die neben Fußgängern und Radfahrern auch Autos nutzen, um die Tiefgarage an der Judengasse zu erreichen, muss erneuert werden. Bei einer Sperrung müssen 250 Fahrzeuge zusätzlich die Fußgängerzone befahren. Bild: Steinbacher

Es ist eine Spezialkonstruktion aus Stahl, Holz und Asphalt, die es so eigentlich nicht geben dürfte. Jetzt nagt an ihr der Zahn der Zeit. Deshalb droht der Brücke in die Judengasse die Sperrung. 250 Nutzer der Altstadt-Tiefgarage wären direkt betroffen.

Nichts ist beständiger als ein Provisorium. Etliche Jahre hat dies für die Brücke gegolten, über die von der Kurt-Schumacher-Allee die Tiefgarage an der Judengasse erschlossen wird. Nun aber schlägt die Verwaltung Alarm. Bei den Haushaltsberatungen warnte Tiefbau-Chef Hubert Grillmaier: Wegen des sehr kritischen Gesamtzustandes will er eine Sperrung für den Pkw-Verkehr nicht ausschließen. Die Verwaltung fordert 20 000 Euro für die Planung und eine Verpflichtungsermächtigung über 300 000 Euro, damit spätestens 2016 ein Neubau möglich wird.

Bei einer Sperrung der Brücke müssten die 250 Nutzer der Tiefgarage über die Fußgängerzone ein- und ausfahren. Dies würde zu einer starken Belastung vor allem des Oberen Marktes führen.

Im Haushalt enthalten ist auch der Ausbau der Wallensteinstraße bis 2016. Dazu werden Gesamtmittel von 530 000 Euro benötigt. Drei weitere von der Verwaltung eingeplante Straßenausbauten haben die Stadträte vorerst gestrichen: Prößlstraße (530 000 Euro), Von-Gluck-Straße (270 0000 Euro) und Am Wörnzgraben (270 000 Euro). Schon vor sieben Jahren hatte der Bauausschuss den Ausbau der Prößlstraße gefordert. Der Zustand wird inzwischen als "erheblich schadhaft" eingestuft. Unterhaltsinvestitionen wegen der Verkehrssicherungspflicht seien unvermeidbar.

Nicht nur verschieben, sondern als Veranstalter ganz aussteigen will die Stadt beim Blumenschmuckwettbewerb. Kein Kerngeschäft der Stadt. Und das "Fest im Park" zeigt nach Ansicht von CSU-Fraktionschef Wolfgang Pausch, dass es auch anders geht.
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