Zwei junge Männer landen im Krankenhaus - Lieferant tappt in die Falle
Nach Kräutergenuss umgekippt

Weiden. (ps) Es gibt Kräutermischungen, die sind offensichtlich alles andere als gesund. Diese Erfahrung machten zwei junge Männer im Alter von 21 bzw. 16 Jahren in einer Wohnung in der Weidener Innenstadt. Die beiden hatten am Freitagnachmittag "etwas" geraucht - wie es im Polizeibericht heißt - und brachen kurz darauf besinnungslos zusammen.

Der Kick blieb aus

Das Rote Kreuz - alarmiert von der Mutter des 21-Jährigen - lieferte die beiden jungen Männer ins Klinikum ein. Dort stellte sich heraus, dass das Duo offenbar eine Kräutermischung genossen hatte, die alles andere brachte, nur keinen Genuss. Laut Polizeipressesprecher Karl Gaach war auch der erhoffte Kick ausgeblieben.

Wer nicht ausblieb, war der "gute Freund" aus dem Landkreis Neustadt, der die beiden jungen Männer offenbar mit dem dubiosen Stoff versorgt hatte. Er meldete sich - kaum, dass das Duo aus der Klinik entlassen war - und bot erneut seine Kräutermischung an. Tatsächlich ging einer der beiden Heranwachsenden zum Schein auf das Geschäft ein. Seine Mutter hatte laut Polizei ihrem Sohn eindringlich ins Gewissen geredet. Sie war es auch, die die Polizei alarmierte als der 20-Jährige Lieferant sich erneut mit einer Kräutermischung in der Weidener Wohnung ankündigte.

Dort warteten bereits die Beamten auf den 20-Jährigen, der eine geringe Menge Kräutermischung bei sich hatte. Die Konsequenzen: Der junge Mann wurde festgenommen und die Beamten nahmen natürlich auch seine Wohnung gründlich unter die Lupe. Dort förderten sie neben mehreren Kräutermischungen und einigen verschreibungspflichtigen Tabletten auch mehrere LSD-Trips zutage.

14-jähriger "Großhändler"

Derartige Waren werden heutzutage über das Internet bestellt, heißt es im Polizeibericht. Der 20-Jährige hat außerdem mehrere Chat-Verkäufe über sein Handy abgewickelt. Die Kräutermischungen allerdings hat er nach eigenen Angaben von einem 14-jährigen "Großhändler" aus Weiden bezogen.

Die strafrechtliche Einordnung dieses Vorfalls ist laut Gaach noch offen. Denn noch ist unbekannt, welche Auswirkungen und mögliche Spätfolgen diese Kräuter haben.
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