Zweiter Standort in der Oberpfalz

Mit der geplanten Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Tagesklinik für Erwachsene erhält Weiden entscheidende Bedeutung für die Versorgung in der Oberpfalz. Darüber freuen sich (von links) Oberarzt Hans Kiefl, Oberärztin Dr. Hildegard Schwendner-Berlin, Stationsleiter Peter Jedlicka, Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Chefarzt Dr. Christian Rexroth, Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher, CSU-Bezirkstagsfraktionschef Toni Dutz und Kurt Häupl, Vorstand der Medbo (Medizinische Einrichtungen des Be

"Wir bringen die Medizin zu den Menschen." Dieses Motto gibt Bezirkstagspräsident Franz Löffler bei seinem Besuch in der Weidener Institutsambulanz für Kinderpsychiatrie aus. Anlass: Der geplante Neubau einer stationären Jugendpsychiatrie in Weiden. Dass sie kommt, steht fest - wann sie kommt, noch nicht.

Weiden. (ps) In Regensburg sind die Arbeiten bereits angelaufen. Dort wird die bestehende Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) um 12 Plätze erweitert. "Wir wissen jetzt schon, das reicht nicht", räumte der Bezirkstagspräsident offen ein. Die Kinder- und Jugendpsychiatrie gewinne immer mehr an Bedeutung. Sprich: Die Zahl der Fälle steigt. Aber auch die Akzeptanz in der Gesellschaft hat sich deutlich verbessert.

"Ein Quantensprung"

Deshalb habe sich der Bezirkstag dazu entschieden, die stationäre Versorgung auch in der Fläche auszubauen. Eine Entscheidung, die bereits im Frühjahr gefallen ist (der NT berichtete). Mittlerweile hat der Krankenhausplanungsausschuss die in Weiden vorgesehenen 24 Betten für Kinder und Jugendliche genehmigt. Was noch aussteht, ist die Zusage für 8 weitere Betten, die der Bezirk für suchtkranke Jugendliche einrichten möchte. Außerdem soll die bestehende psychiatrische Tagesklinik für Kinder und Jugendliche um 6 Plätze erweitert und eine psychiatrische Tagesklinik für Erwachsene mit 15 Plätzen neu eingerichtet werden. Weiden wird damit zum zweitwichtigsten Standort in der Oberpfalz.

"Das ist ein Quantensprung, ein klarer Paradigmenwechsel", freute sich Dr. Christian Rexroth, Chefarzt der bestehenden Weidener Einrichtung, darüber, dass die Versorgung "in die Fläche, zu den Menschen gebracht wird". "Weiden wird dadurch ein großer Bezirksstandort", betonte Bezirkstagsvizepräsident und Bürgermeister Lothar Höher. Vor 20 Jahren habe der Stadtrat noch geklagt, dass es keine Bezirkseinrichtung in der Max-Reger-Stadt gebe.

Dass die geplanten Baumaßnahmen noch nicht terminiert sind, begründete Medbo-Vorstand Kurt Häupl mit den teilweise noch ausstehenden Genehmigungen durch die entscheidenden Gremien in München. "Wir rechnen mit einem Baukörper von mehreren tausend Quadratmetern für die neue Kinderklinik und die Tagklinik für Erwachsene." Außerdem solle die Einrichtung in der Nähe des Weidener Klinikums entstehen. Das erfordere noch einige Planungsarbeit.

Löfflers Dank - er wurde bei dem Besuch am Montag auch von Bezirksrat Toni Dutz begleitet - galt den Ärzten, Pflegern und Schwestern, die sich jetzt schon in der Psychiatrie einbringen, diesem "wichtigen Teil der Medizin". Bei dem traditionellen Besuch kurz vor Weihnachten überbrachte er natürlich auch die besten Wünsche zum Fest.
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